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Schleswig : Das Stadtfeld ist bereit für den Dommarkt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Morgen beginnt der große Schleswiger Jahrmarkt.

von
erstellt am 30.Apr.2014 | 07:44 Uhr

Gerade mal sechs Stunden hat es gedauert, da stand der „Aqua King“ gestern wie festgemauert auf dem Stadtfeld. Holger Niklas hatte gemeinsam mit einem Kollegen ganze Arbeit geleistet – und war am Ende froh, dass alle Schrauben und Nieten richtig saßen. „Man lernt schnell, die Dinger aufzubauen“, erzählte er mit Blick auf das Fahrgeschäft. Dabei ist der Schleswiger Dommarkt, der morgen um 14 Uhr eröffnet wird, erst der fünfte Jahrmarkt, bei dem er dabei ist.

Sein Schausteller-Kollege Lothar Möhlmann, der gestern ebenfalls fleißig an seinem Wagen herumschraubte, könnte in dieser Hinsicht ganz andere Zahlen aufbieten. Aber mitgezählt hat er nicht. „Ich bin von Kindesbeinen an dabei. Keine Ahnung, wie oft ich allein in Schleswig war. Aber meine Eltern sind hier schon gekommen“, erzählte der 59-Jährige, der seinen „Carls Eis“-Stand schräg gegenüber vom „Aqua King“ aufgebaut hat.

Möhlmann freut sich ganz besonders auf den Dommarkt. „Denn Schleswig ist ein gutes Pflaster für mich. Hier habe ich treue Kunden, deswegen komme ich immer wieder gerne“, sagte der Bremer, für den dieser Jahrmarkt zudem ein echter Familientreff ist: Direkt neben seinem Wagen verkauft seine Tochter China-Mandeln, wenige Schritte weiter lädt sein Neffe in den „Western Saloon“. Das Schausteller-Geschäft werde zwar immer schwieriger, meint Möhlmann. Denn das Geld sitze bei den Menschen nicht mehr so locker und auch die Zeiten änderten sich. „Aber es ist und bleibt mein Traumberuf. Ich könnte nichts anderes machen.“

Während Lothar Möhlmann in Schleswig ein alter Bekannter ist, feiert Jan Buwalda hier seine Premiere. Das Stadtfeld sei ein schöner Platz, meinte der Niederländer, der von vielen seiner insgesamt 50 Schausteller-Kollegen, die nach Schleswig gekommen sind, besonders gerne gesehen ist. Denn für den Dommarkt ist Buwaldas „Magic Mouse“, eine 400 Meter lange Achterbahn, ein echtes Highlight.

„Das ist gut für uns alle. Ich weiß gar nicht, wie lange wir so ein großes Geschäft nicht mehr hier hatten“, freute sich auch Gerd Zander. Der Schleswiger gehört mit seinem Wurstwagen fast schon zum Inventar eines jeden Jahrmarktes in der Schleistadt. „Früher war auf dem Peermarkt im Herbst mehr los, inzwischen kommen mehr Leute zum Dommarkt“, hat er beobachtet. Entscheidend aber sei am Ende immer das Wetter. „Davon sind wir stark abhängig. Hoffentlich wird es gut.“

>Der Dommarkt ist Donnerstag, Freitag und Sonnabend von 14 bis 24 Uhr, Sonntag von 14 bis 23 Uhr sowie Montag von 14 bis 22 Uhr geöffnet. Der „Schnippeltag“ („einmal zahlen – zweimal fahren“) fällt auf Montag, 5. Mai. Der Wochenmarkt findet am Sonnabend, 3. Mai, auf dem Parkplatz an der Schwimmhalle statt.

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