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Schleswig : Das Rätsel um den Pfau vom Voßberg ist gelöst

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Geschichte um den Pfau, der seit einer Woche im Garten der Schleswiger Familie Wessling lebt, hat eine überraschende Wendung genommen.

von
erstellt am 20.Apr.2017 | 07:27 Uhr

Für Gerlint Rode begann der gestrige Tag mit einer guten Nachricht: Nach gut einer Woche ist ihr verschwundener Pfau wieder aufgetaucht. Und vor allem: Er ist noch am Leben! Gerlint Rode rief sofort bei der Familie Wessling an, als sie gestern in den SN von dem Pfau gelesen hatte, der plötzlich im Garten der Wesslings am Voßberg aufgetaucht war.

Das Rätsel um die Herkunft des bunten Vogels ist damit gelöst. Drei Tage lang hatte er auf dem Reiterhof von Gerlint Rode an der Husumer Straße gelebt – dann war er abgehauen, und zwar gemeinsam mit seiner Gefährtin. Rode hatte die Exoten von einem Bekannten geschenkt bekommen, der sie wiederum selbst auch als Geschenk erhalten hatte, aber nichts mit ihnen anzufangen wusste. Auf Rodes Reiterhof mit mehreren Hektar Auslauf sollte es ihnen nun gut gehen. „Die ersten drei Tage haben wir sie im Stall gehalten“, sagt die Hofbesitzerin. „Dann wollten wir sie an die Umgebung gewöhnen.“ Das aber klappte nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Die beiden Pfaue entschwanden schnell in den angrenzenden Wald.

Gerlint Rode machte sich auf die Suche. Vom Weibchen entdeckte sie nur noch ein paar Federn – und einen Adler, der davonflog. Vom Männchen fehlte jede Spur. Rode hatte sich schon fast damit abgefunden, dass auch er von einem Greifvogel erbeutet wurde. „Auf den Gedanken, bei der Polizei oder im Tierheim anzurufen, bin ich gar nicht gekommen“, sagte sie. Und so wusste dort niemand etwas von dem vermissten Pfau, als sich Peter Wessling vor ein paar Tagen meldete und ratlos von dem Überraschungsgast in seinem Garten berichtete.

Anstatt in den Wald zu laufen, muss sich der Pfau über das Gelände des Schleswiger Tennisclubs und am Fernsehturm vorbei bewegt haben, um schließlich die Flensburger Straße zu überqueren. Warum es ihm ausgerechnet im Garten der Wesslings so gut gefällt, dass er über eine Woche lang dort geblieben ist, weiß wohl nur er selbst.

Nun soll er aber zurückkehren auf den Reiterhof. Peter Wessling will versuchen, ihn mit Hühnerfutter in die Garage zu locken, um ihn einzufangen. Dann kann Gerlint Rode ihn abholen und ein zweites Mal versuchen, ihn auf ihrem Gelände an der Husumer Straße zu halten. Wenn er bleibt, bekommt der Vogel auch einen Namen. Den nämlich hat er bislang nicht.

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