zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

19. August 2017 | 00:18 Uhr

"Das Publikum ist wichtiger als je zuvor!"

vom

Landestheater-Generalintendant stimmt seine Crew auf die aktuelle Spielzeit ein / Etliche Neuzugänge

schleswig | "Unglaublich" war die Vokabel, die Peter Grisebach, der Generalintendant des Landestheaters, gestern bei der Begrüßung seiner Mitarbeiterschar zur neuen Spielzeit am häufigsten verwendete. Die letzte Spielzeit, so der charismatische Chef im Slesvighus, sei allen "unglaublich auf die Knochen gegangen". Die geplante Neuformierung der Schleswiger Spielstätte entwickle, im positiven Sinne, eine "unglaubliche Dynamik". Oder: Er, Grisebach, bedaure "unglaublich", daß man sich im Spielplan "keinen Misserfolg mehr erlauben" könne. Kunst muss scheitern dürfen: Diese schöne Devise sei für das Landestheater in seiner angespannten Situation hinfällig geworden.

Das hat gewiss besonders mit den Finanzen zu tun. "Wir sind wirtschaftlich wieder im Jahr 2009", betonte Grisebach, der es damals innerhalb kurzer Frist geschafft hatte, aus einem von Insolvenz bedrohten Haus eine solide durchfinanzierte Spielstätte zu machen. Doch jetzt sei das "Einsparpotenzial ziemlich ausgereizt". Und auch deswegen gab er die Devise aus: "Das Publikum ist für uns wichtiger als jemals zuvor!" Grisebach will die Abstimmung an der Theaterkasse.

Ein Weg dahin scheint ihm die Verpflichtung von neuen Gesichtern zu sein. "Jung, hungrig, preiswert" nannte er diese Neuzugänge - und alle mussten bei dieser treffenden Einschätzung lachen. Jana Urhammer (auf dem Foto im orangefarbenen Polohemd) hielt sich ein bisschen zurück: Die ehemalige Controllerin ist neue Verwaltungsdirektorin des Landestheaters; die Stelle war lange vakant. Bemerkenswert auch die Verstärkung der theaterpädagogischen Arbeit durch Anita Rademacher.

Unterm Strich schaffte es der blendend aufgelegte Theater-General, seiner Crew für die bevorstehende Saison Mut zu machen. Auch der bevorstehende und "unglaublich deprimierende" Abriss des alten Theatergebäudes - des "kulturellen Herzens" von Schleswig - solle kein Anlass für Trübsal sein. Grisebach ist überzeugt davon, dass die Finanzierung des Vorhabens auf dem Hesterberg bis November 2013 gestemmt werden kann.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen