Zuschlag für 375 000 Euro : Das Nootbaar-Haus ist versteigert

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15. März 2013, 12:54 Uhr

Schleswig | Seit vier Jahren ist es verwaist: das ehemalige Textilhaus Nootbaar am östlichen Ende des Stadtwegs, kurz vor dem Kornmarkt. Bald könnte wieder Leben einkehren in einen der markantesten Leerstände der Innenstadt. Zumindest hat das Haus seit gestern Mittag einen neuen Eigentümer. Bei der Zwangsversteigerung erhielt eine Tochtergesellschaft des Flensburger Immobilienriesen Densch & Schmidt den Zuschlag. Firmenlenker Herman Densch war persönlich im Saal C des Amtsgerichts im Lollfuß erschienen, nahm in der hintersten Reihe Platz und wartete zunächst ab, ob andere Interessenten Gebote abgaben.

Es war bereits der dritte Versteigerungstermin für das Nootbaar-Haus. Bei den beiden ersten Anläufen waren die Mindestgebote (490 000 und 350 000 Euro) nicht erreicht worden. Im dritten Anlauf galten diese Grenzen nicht mehr. Die Nospa als Hauptgläubiger hätte lediglich beantragen können, das Zwangsversteigerungsverfahren vorläufig einzustellen, falls ihren Vertretern die Gebote zu niedrig gewesen wären.

Aber dazu kam es nicht. Nachdem die 30-minütige Bietstunde zur Hälfte abgelaufen war, kam Leben auf im Saal C. Vier Interessenten, darunter auch andere Immobilienunternehmen aus der Region, mischten mit. Von 200 000 Euro schraubten sich die Gebote hoch, bis Densch schließlich für 375 000 Euro den Zuschlag erhielt.

Im Gespräch mit den SN zeigte er sich anschließend zuversichtlich, bald Mieter für das Gebäude zu finden. Er habe bereits mehrere Interessenten im Auge, die bei einer anderen Immobilie aus seinem Bestand nicht zum Zuge gekommen seien. Eventuell werde er die mehr als 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche in mehrere Einheiten aufteilen.

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