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Schleswiger Nachrichten

23. September 2017 | 07:55 Uhr

Schleswig : Das neue Krankenhaus zeigt Gesicht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Großprojekt an der St. Jürgener Straße ist dank des milden Winters rasant voran gekommen. Im Juli feiert das Krankenhaus Richtfest.

von
erstellt am 11.Apr.2014 | 14:24 Uhr

Schleswig | Gigantische Fortschritte auf Schleswigs größter Baustelle: Meter um Meter ist der Rohbau des neuen Krankenhauses an der St. Jürgener Straße in den vergangenen Wochen in die Höhe gewachsen. Deutlich sichtbar wird nun die Aufteilung des Klinikums in drei quaderförmig angelegte Einzelblöcke, die später durch verglaste Flure miteinander verbunden sein werden. Am Donnerstag wurden vor dem Gebäudetrakt die Zuwege zum Haupteingang und zur zentralen Notaufnahme sowie auch zu den Parkplätzen geteert.

Das gesamte Baustellen-Szenario vermittelt derzeit den Eindruck einer wohlgeordneten Fabrik, in der ein Rädchen ins andere greift. Vom Hang der St. Jürgener Straße aus betrachtet wirken die Bauarbeiter in dem Getriebe fast wie Ameisen. Dass der Klinik-Neubau relativ schnell aus dem Boden gestampft zu sein scheint, liegt auch an dem milden Winter. „Wir sind dadurch recht gut voran gekommen“, bestätigt Florian Friedel, Geschäftsführer des Helios-Klinikums Schleswig, auf sh:z-Nachfrage. So rückt das Richtfest für die 400-Betten-Klinik in greifbare Nähe. „Wir möchten Mitte Juli gemeinsam mit unseren Mitarbeitern diesen Bauabschnitt feiern.“ Zuversichtlich zeigt er sich, dass auch der angepeilte Fertigstellungstermin eingehalten werden kann: Im ersten Quartal 2016 soll das Schleswiger Krankenhaus in Betrieb genommen werden.

Mittlerweile steht fest, wie sich das neue Klinikum mit insgesamt 35.000 Quadratmetern Nutzfläche aufteilen wird. Danach befindet sich der Haupteingang, der auch zur Cafeteria führt, im nördlich gelegenen Klinikblock. Die Cafeteria wird ausgestattet sein mit 110 Plätzen sowie 60 Stühlen auf der Außenterrasse. Am Donnerstag wurden die Zu- und Abluftrohre für die Küche der Cafeteria installiert. Ein Stockwerk höher werden Gynäkologie und Pädiatrie einziehen. Und im dritten Stockwerk soll die Privatstation mit 13 Einbett- und acht Zweibett-Zimmern untergebracht sein. Hinzu kommen weitere 48 Dreibett- sowie 24 Zweibett-Zimmer. Friedel: „Allerdings werden wir eher Zweibett-Zimmer einrichten, wenn es die Auslastung erlaubt.“ Der mittlere Klinikblock beherbergt die OP-Säle, außerdem die Chirurgie sowie die Funktionsdiagnostik. Auch die Radiologie wird in der Nähe zu finden sein, und die Innere Medizin lässt sich nieder in den Stockwerken darüber. Der südlich angrenzende Baukörper ist Anlaufpunkt für die zentrale Notaufnahme. Ein Stockwerk höher wird sich nach jetzigem Planungsstand die Neurologie ansiedeln. „In allen Stockwerken werden zudem Räume für Physiotherapie eingerichtet, damit die Patienten kurze Wege dorthin haben“, betont Friedel. Kurze Wege – auch für Ärzte und Pflegepersonal habe man dieses Ziel bei den Planungen zu Grunde gelegt. Für das Klinik-Großprojekt kommen vom Land 50 Millionen Euro, rund 25 Millionen steuert der Helios-Konzern bei. Zuversichtlich zeigt sich Friedel, dass der Kostenrahmen nicht überschritten wird.

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