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Schleswiger Nachrichten

13. Dezember 2017 | 02:48 Uhr

Das ist die neue Ratsversammlung

vom

Sozialdemokraten werden den nächsten Bürgervorsteher stellen / Starke Gewinne fuhr die SPD vor allem im Friedrichsberg ein

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schleswig | 16 etablierte Politiker, elf Anfänger - so setzt sich die neue Ratsversammlung zusammen, die am 20. Juni zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentritt. Zum Auftakt findet die Wahl des neuen Bürgervorstehers statt, die von Alterspräsident Harry Heide (70) geleitet wird. Da die SPD bei der Wahl am Sonntag als stärkste politische Kraft hervorgegangen ist, hat sie das Vorschlagsrecht. Zudem ist davon auszugehen, dass sie das Amt des Ersten Stadtrates für sich beansprucht, das derzeit von Frank Neubauer (CDU) ausgefüllt wird. Der Erste Stadtrat ist erster Stellvertreter von Bürgermeister Thorsten Dahl.

Dass die SPD mit 32,7 Prozent der abgegebenen Stimmen stärkste Fraktion wurde und die CDU damit um 3,3 Punkte überholen konnte, ist vor allem auf die Wahlergebnisse im Friedrichsberg zurückzuführen. Die CDU hat in Schleswigs südlichem Stadtteil im Vergleich zu 2008 zwar nur etwa zehn Prozent ihrer Wähler verloren, die SPD hingegen konnte jedoch umso größere Zugewinne verbuchen und somit den Vorsprung der CDU nahezu egalisieren. Konkret: Die SPD schaffte im Friedrichsberg ein Plus von 61 Prozent und kam auf 504 Stimmen (31,3 Prozent). Damit lag sie fast gleichauf mit der Union, für die 505 Wähler votierten. Vor fünf Jahren hatte der Vorsprung der CDU gegenüber der SPD noch 243 Stimmen betragen. Dennoch konnte die CDU zwei der drei Friedrichsberger Mandate erringen, wenn auch im Bezirk 13 (Dannewerkschule) mit dem denkbar knappsten Ergebnis: Holger Ley erhielt eine Stimme mehr als Maren Korban.

Wenn es in den 14 Wahlbezirken "erdrutschartige Siege" gab (mehr als zehn Prozent Stimmenunterschied), wurden diese ausschließlich von der SPD eingefahren. Das mit Abstand beste Ergebnis erreichte Ratsherr Klaus Bosholm im Bezirk 7 (Hjort-Lorenzen-Schule). 40,5 Prozent der Wähler gaben ihm ihre Stimme. Damit erreichte er 16,1 Punkte mehr als seine CDU-Mitbewerberin Elisabeth Rossi (24,4 Prozent). Auch die SPD-Ratsmitglieder Sönke Büschenfeld (Bezirk 8, Hjort-Lorenzen-Schule), Stephan Dose (Bezirk 5, Stadtfeld) und Jürgen Lorenzen (Bezirk 3, St.-Jürgen-Schule) gewannen jeweils mit einem prozentual zweistelligen Vorsprung.

Eine auffällig große Bandbreite bei den Ergebnissen verzeichneten die Freien Wähler (FWS). Sie reichte von 1,3 Prozent im Bezirk 1 (Rathaus) bis zu 8,3 Prozent im Bezirk 8 (Hjort-Lorenzen-Schule). Im Durchschnitt kam die neue politische Gruppierung auf 5,3 Prozent und schrammte damit knapp an dem Gewinn eines zweiten Mandats vorbei. Zusammen mit dem Bündnis für Bürger (2,7 Prozent) und der FDP (3,0 Prozent) will FWS-Spitzenkandidat Arne Olaf Jöhnk eine Fraktionsgemeinschaft gründen. Unklarheit herrschte gestern darüber, welche Folgen die Gründung einer Fraktionsgemeinschaft haben könnte. Während die Protagonisten dieser Lösung sich offenbar erhoffen, dass sie durch den Fraktionsstatus (ab zwei Mandate) das Recht erwerben, reguläre Mitglieder in die städtischen Gremien zu entsenden, wurde dies insbesondere aus den Reihen der SPD angezweifelt. Laut dem neuen Wahlgesetz dürfe die Gründung einer Fraktionsgemeinschaft nicht zu Lasten der anderen Fraktionen gehen, hieß es. Wer Recht hat, ließ sich gestern nicht mehr ermitteln. Der Sachverhalt muss noch vom Rathaus geprüft werden.

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