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Schleswiger Ratsversammlung : „Das ist das Aus für das Landestheater“

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eine Stimme fehlte zur Mehrheit: Die Schleswiger Ratsversammlung hat sich gegen einen Neubau als Ersatz für das einsturzgefährdete Stadttheater entschieden. Generalintendant Peter Grisebach reagierte erschüttert.

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erstellt am 16.Dez.2013 | 17:20 Uhr

Schleswig | Schleswig bekommt kein neues Theater auf dem Hesterberg. Das hat die Ratsversammlung am Montagnachmittag beschlossen. Die Entscheidung dürfte weitreichende Folgen für das gesamte Landestheater auch an den Standorten Rendsburg und Flensburg haben.

CDU, Grüne, FDP und die beiden Wählergemeinschaften lehnten die Vorlage der Stadtverwaltung geschlossen ab. Nur SPD und SSW stimmten für das 14-Millionen-Euro-Projekt, das noch bis vor einer Woche auch von der CDU unterstützt worden war. Unions-Fraktionschef Holger Ley begründete das Nein seiner Partei mit neuen Unwägbarkeiten bei der Finanzierung. Dabei ging es um die Frage, ob der Kostenanteil der Stadt Schleswig bei den bisher vereinbarten fünf Millionen Euro bleibt oder auf 6,5 Millionen Euro steigt.

Landestheater-Generalintendant Peter Grisebach, der als Zuschauer die Ratssitzung verfolgte, reagierte erschüttert. „Wenn nicht noch ein Wunder passiert, ist dies das Aus für das Landestheater“, sagte er nach der Abstimmung. Ohne neue Spielstätte werde sich die finanzielle Lage seines Hauses weiter verschärfen. Bis 2017 werde das Landestheater in Insolvenz gehen, fürchtet er.

Das Schleswiger Stadttheater – eine der drei Hauptspielstätten des Landestheaters – ist seit zweieinhalb Jahren wegen Einsturzgefahr gesperrt.

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