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Angebot im Schleswiger Dom : Das himmlische Erdbeer-Café

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die evangelische Jugendgruppe in der Kirchengemeinde Schleswig erfreut Dombesucher mit selbstgemachten Leckereien.

Nur noch heute und morgen kann man es sich gutgehen lassen bei himmlischen Erdbeer-Kreationen im Schwahl des St. Petri-Doms. Ein Erdbeer-Café an diesem besonderen Ort – so haben es sich die Mitglieder der evangelischen Jugend gemeinsam mit ihrem Jugendwart Gero Moltzen gedacht. Seit dem vergangenen Sonntag können hier Besucher, gerade auch Familien mit kleinen Kindern, nach einem Rundgang im Dom die sommerlichen Leckereien genießen – vielleicht um neue Kraft zu tanken für eine nächste Exkursion durch das große Gotteshaus.

Wenn die Sonne scheint, haben die jungen Café-Betreiber im Schwahl-Innenhof Bänke aufgestellt. So können Kinder dort auf dem Rasen herumtollen und zwischendurch naschen vom Erdbeerspieß oder vom selbstgemachten Eis. Wenn es aber regnet, kann man drinnen im Schwahl Platz nehmen an langen Tischen mit Teekerzen. Erstaunt reagieren Besucher meist, wenn sie nach ihrer Bestellung erfahren: „Es kostet nichts. Wenn Sie möchten, dürfen Sie etwas spenden.“ Die Spende soll der Jugendarbeit in der Kirchengemeinde Schleswig zugute kommen.

Seit 2006 gibt es das Jugendhaus „Friedom“ in der Kirchengemeinde Schleswig. Drei Jugendwarte leiten die Jugendgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Neben Gero Moltzen, der für die Jugendabteilung zuständig ist und auch den „Bibel-Entdecker-Club“ organisiert, sind dies Christina Wriedt, verantwortlich für die Pfadfinderarbeit sowie Thomas Poerschke, der Gitarrenkurse anbietet. Die Jugendarbeit funktioniert nach dem Prinzip, dass die Heranwachsenden in den Gruppen ab 14 Jahren selbst Verantwortung übernehmen und nachfolgende Generationen anleiten.

Das Erdbeer-Café läuft toll, sagt Gero Moltzen. „Die Besucher, die hierher kommen, sind richtig begeistert.“ Doch es bedeute auch Arbeit, alle Leckereien jeden Tag frisch zuzubereiten. Dafür fahren die Jugendlichen morgens nach Berend zum Erdbeerhof Jensen, um die Früchte zu pflücken. Anschließend geht es in den Schwahl, wo in einem Hinterraum alles selbst zubereitet wird. Und wie praktisch, dass die Ehefrau des Jugendwarts, Svenja Moltzen, gern und gut backen kann. Gerade kommt sie mit einer eigenen Kreation vorbei. „Probier doch mal!“, sagt sie zu ihrem Mann, und hält ihm eine noch warme Quarktasche, gefüllt mit Erdbeeren, vor die Nase. Er probiert, und sein Gesichtsausdruck sagt alles. „Das wird unser Special fürs Wochenende“, meint sie. So können Dombesucher heute selbst zum Probieren kommen.

Gibt es eigentlich Nachwuchs-Probleme in der Jugendarbeit? Gero Moltzen schüttelt den Kopf: „Nein, bisher nicht. Kinder und Jugendliche kommen gern zu uns, erleben mit uns Theater- und Musikfreizeiten, die sie als sehr schön empfinden.“

Besonders die Jugend-Band mit christlichem Rock und Pop gelte als attraktiv. „Mit dieser Musik treffen wir den Nerv vieler Menschen“, erklärt Moltzen, „ wir treten in Gottesdiensten auf oder auch auf goldenen Hochzeiten.“ Denn die Jubilare hätten ja häufig gern Rockmusik wie die von den Beatles oder Stones in ihrer eigenen Jugend gehört und erfreuten sich nun wieder daran. Am 31. Oktober, am Reformationstag, will die Band um 20.17 Uhr in der Pauluskirche auftreten.

Doch zuvor möchte man im September ein Herbst-Café im Schwahl präsentieren, kündigt Moltzen an. Dann soll es „etwas Schönes mit Äpfeln und Pflaumen“ geben.
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Das Erdbeer-Café hat heute nach dem Mittagsgebet im Dom geöffnet und morgen nach dem Sonntagsgottesdienst.


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erstellt am 29.Jul.2017 | 12:00 Uhr

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