Schleswig : Das „First Baby“ ist da

Ida mit ihrem „Geburtsteam“: Anke und Jan Hauke Hoeck, Hebamme Annegret Lund und Oberarzt Dr. Marek Volkmer.
Ida mit ihrem „Geburtsteam“: Anke und Jan Hauke Hoeck, Hebamme Annegret Lund und Oberarzt Dr. Marek Volkmer.

Das Helios-Krankenhaus begrüßt das erste Neugeborene im Jahr. Die Geburten-Statistik der Klinik weist stabile Zahlen auf.

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03. Januar 2015, 07:12 Uhr

Klein-Ida ist angekommen. Wenn auch knapp an dem ehrenvollen Titel Neujahrs-Baby vorbeigeschrammt, ist sie dennoch das erste Neugeborene im neuen Jahr, das im Helios-Krankenhaus begrüßt werden konnte. Also die Nr.1 in der Geburtenstatistik 2015. Noch unter dem lauten Getöse von Silvesterböllern waren Mutter Anke und Vater Jan Hauke Hoeck von Satrup aus nach Schleswig in die Klinik gefahren, als die Wehen einsetzten. Doch erst nachdem der Neujahrsabend verstrichen war, kam sie auf die Welt – willkommen geheißen von der Familie und den Geburtshelfern.

Wenige Stunden danach gab es gestern schon den ersten Fototermin – mit einer erstaunlich professionellen Ida. Anstatt, wie es ihr naturgemäß zusteht, tüchtig loszuschreien, blieb sie ruhig und gelassen, öffnete sogar ihre Augen – offenbar ahnend, was ein Model bei Fotosessions zu tun hat. Nämlich gut rüberzukommen für die vielen tausend Zeitungsleser. Ebenso müssen Models es hinnehmen, dass ihre Maße veröffentlicht werden: Ida wiegt derzeit 3490 Gramm und ist 51 Zentimeter groß.

Mit der allgemeinen Baby-Statistik für das vergangene Jahr ist das Helios-Krankenhaus zufrieden, erklärt Oberarzt Dr. Marek Volkmer von der Gynäkologie und Geburtshilfe. „Etwa 500 Babys sind bei uns zur Welt gekommen, darunter fünf Zwillingspärchen.“ Die häufigsten Namen waren bei den Mädchen Emma, Mia und Lilli(y), und bei den Jungs kamen Max, Jonas und Ben an die Spitze.

Der Abwärtstrend in früheren Jahren bei den Geburtenzahlen setze sich nicht weiter fort, teilt Volkmer mit. Etwa 30 Prozent der Neugeborenen kamen durch Kaiserschnitt zur Welt. Neben Chefarzt Frank Liedke befinden sich drei Oberärzte, neun weitere Ärzte und 14 Hebammen auf der Geburtshilfestation. Trotz vielfacher Diskussionen im Lande um den Fortbestand von Geburtshilfestationen an Krankenhäusern will die Helios-Klinik in Schleswig an der Geburtshilfe sowie an der Kinderabteilung festhalten. Über 24 Stunden hinweg stehe ein Kinderarzt stets zur Verfügung. Die Abteilungen mit dem entsprechenden Ärzte- und Pflegepersonal werden auch im neuen Krankenhaus-Gebäude an der St. Jürgener Straße fest etabliert sein. Demnächst soll ein „Storchen-Taxi“ eingerichtet werden, mit dem Mütter kostenlos von der Klinik wieder nach Hause fahren können.

Auch im alten Klinikgebäude an der Lutherstraße seien die Räume der Geburtshilfe auf neuestem Stand, erläutert Oberarzt Volkmer. „Wir haben nur Zweibett-Zimmer, die bei Bedarf zu einem Familienzimmer umfunktioniert werden.“ Das Angebot werde immer mehr genutzt, denn für die Mutter bedeute dies eine Entlastung während der ersten Tage nach der Geburt.

Diese Erfahrung machen auch die Eltern von Ida. Anke Hoeck (28), von Beruf Gymnasiallehrerin in Satrup, sagt: „Ich fühle mich hier gut und sicher aufgehoben.“ Vor dem Geburtstermin hätten sie sich auch in Flensburger Kliniken umgesehen, sich dann aber für die Schleswiger Klinik entschieden. Wo wird Ida aufwachsen? „Auf unserem Nebenerwerbs-Bauernhof in Satrup, wo ich auch schon aufgewachsen bin“, sagt Jan Hauke Hoeck. Er wird jetzt in Elternzeit gehen. Beide Großeltern leben in der Nähe, werden also stets mit ein Auge auf die erste Enkelin der Familie haben. „Und eine Sache ist schon abgemacht“, sagt Mutter Anke: „Wenn Ida soweit ist, wird sie Trecker fahren lernen.“

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