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Tarper Diskothek : Das „Fantasy“ steht zum Verkauf

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Verstöße gegen Brandschutz: Die Tarper Diskothek „Fantasy“ ist geschlossen. Der Inhaber Kevin Thomsen spielt Vorwürfe herunter – und will sich vom Tanzlokal trennen.

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erstellt am 10.Mai.2014 | 11:04 Uhr

Tarp | Ein Banner mit der Aufschrift „Sommerpause“ wandert über die Homepage des „Fantasy“. Es hat sich vorerst ausgetanzt in der Tarper Großraumdiskothek – und ihre Zukunft ist völlig ungewiss. Bei einer Brandschau hatte die Bauaufsicht des Kreises Mängel festgestellt und in der vergangenen Woche den Weiterbetrieb untersagt (wir berichteten). Inhaber Kevin Thomsen (26) versuchte am Freitag im Gespräch mit dem sh:z, die Vorwürfe als „Kleinigkeiten“ abzutun. Gleichzeitig erklärte er, die Disco verkaufen zu wollen.

Was genau bei der Brandschau beanstandet wurde, darüber wollte der Kreis auf Nachfrage keine Auskunft geben. Es sei aber die Summe von Verstößen gewesen, die zur Schließung geführt hätte. Hintergrund ist eine Anzeige von einem ehemaligen Geschäftspartner Thomsens. Darin prangert er Missstände an, die zu einer Gefahr für Leib und Leben der Discobesucher führen könnten. So solle beispielsweise die Lüftungsanlage nicht funktionieren.

Das sei „totaler Quatsch“, konterte Thomsen nun. Allerdings räumte er ein, dass die Tüv-Zulassung für die Anlage abgelaufen sei. „Wir hatten aber für August ohnehin einen Prüf-Termin.“ Auch den Vorwurf, dass Rettungswege versperrt gewesen seien, bestätigte Thomsen. „Da stand ein Getränkewagen im Weg.“ Den habe man zur Seite gefahren und alles sei gut.

Das „Fantasy“ ist für bis zu 800 Gäste zugelassen. Finanzielle Auswirkungen durch die behördlich verfügte Schließung fürchtet Thomsen, der derzeit im Urlaub auf Mallorca weilt, nach eigenem Bekunden nicht. „Da wir sowieso Sommerpause haben, trifft uns das nicht.“ Und überhaupt sei das „Fantasy“ für ihn nicht das Hauptgeschäft. Er verdiene sein Geld vorwiegend woanders, betonte er, ohne Einzelheiten zu nennen.

Auf den anderen Geschäftsfeldern läuft es für den Eventmanager derzeit aber nicht gerade rund, wie Recherchen unserer Zeitung ergaben. So wurde am 22. April ein Insolvenzverfahren gegen die Event-Zoom UG, die Kevin Thomsen als Geschäftsführer ausweist, eröffnet. Damit konfrontiert, versuchte der 26-Jährige auch das herunterzuspielen: „Das bedeutet für mich gar nichts.“

Das Kapitel „Fantasy“ will Thomsen, der die Disco vor vier Jahren übernommen hatte, abschließen. „Das Objekt steht zum Verkauf.“ Er stehe in Verhandlungen mit einem Interessenten. „Ich gehe davon aus, dass das ‚Fantasy‘ zur neuen Saison ab September den Betrieb ganz normal wieder aufnehmen wird“, sagte Thomsen.

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