4. Schuby Open Air : Das etwas andere Festival

Die Bühne muss fertig werden: Frank Forster (links) und Andreas Guddat haben sich extra Urlaub genommen, um bei den Festival-Vorbereitungen mit anpacken zu können.
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Die Bühne muss fertig werden: Frank Forster (links) und Andreas Guddat haben sich extra Urlaub genommen, um bei den Festival-Vorbereitungen mit anpacken zu können.

Ehrenamtliche Organisation, freier Eintritt: In Schuby treten am Wochenende 19 Bands auf – von Deathmetal bis zum Spielmannszug.

shz.de von
02. Juli 2015, 07:32 Uhr

Die Sonne scheint, und die Stimmung ist bestens, während auf dem Sportplatz die Vorbereitungen für das 4. Schuby Open Air laufen. Seit nunmehr anderthalb Jahren sind alle Anstrengungen auf die beiden Festival-Tage ausgerichtet, die morgen mit harten Rhythmen beginnen und am Sonnabend mit Musik für Jedermann ausklingen. Hinter der Veranstaltung, zu der der Eintritt frei ist, steckt die Siedlergemeinschaft Schuby. Das ehrenamtliche Organisationsteam, das aus Dietmar Dollase, Peter Quante, Corinna Rusch, Rolf Bourgin, Ragna Fechner und Patrick Baade besteht, hat inzwischen 100 Helfer für das Open Air hinter sich geschart, die für einen reibungslosen Ablauf vor und während der größten ehrenamtlichen Veranstaltung in der Gemeinde sorgen werden. Und es gibt viel zu tun, allein für die Nebenbühne werden an diesem Tag 150 Europaletten und 40 Kubikmeter Holz verbaut. Die Laune der Helfer aber trübt das nicht.

„Natürlich sind wir froh, wenn die Arbeit vorbei ist. Aber den Spaß, den wir jetzt schon haben, geben wir an die Bands und das Publikum weiter. Das ist unser Lohn“, sagt Andreas Guddat, der Gerätefachwart der Siedlergemeinschaft während einer kurzen Pause. „Der Zusammenhalt ist toll“, sagt auch Frank Forster. Beide haben sich, wie andere Helfer auch, extra Urlaub genommen, um mit anpacken zu können.

„Wir nehmen kein Geld, und keiner bekommt Geld“, erklärt Dietmar Dollase als Antwort auf die Frage, warum die Veranstaltung noch immer eintrittsfrei bleibt. Auch die Musiker bekommen nur eine kleine Aufwandsentschädigung.

Aber ein zweitägiges Festival mit 19 Bands kostet natürlich trotzdem viel Geld. Mit Stolz verweist Dollase darauf, dass die Siedlergemeinschaft mit der Sponsorensuche in den vergangenen Jahren nie Probleme hatte. Er ist guten Mutes, dass die Sache auch diesmal ohne ein Minus endet.

„Unser Ziel war es 2009, für Musiker aus der Region eine Plattform zu schaffen und ihnen die Gelegenheit zu geben, unter professionellen Bedingungen mit entsprechender Technik auf einer großen Bühne aufzutreten“, erklärt Dollase. Das ist zweifellos gelungen. Inzwischen bewerben sich mehr als 130 Bands um einen Platz beim Schuby Open Air.

Auftreten werden am Wochenende 19 Gruppen. Darunter wird morgen die Gruppe „Endstille“ sein, die europaweit unter Deathmetal-Fans einen guten Namen gemacht hat. Am Freitag wird es ohnehin eher laut: Bei den insgesamt neun Auftritten wird meist Hardrock, Metal und Gothic gespielt. Der Sonnabend beginnt mit zwei Spielmannszügen, es folgen Rock- und Popkünstler wie beispielsweise die Band „Rockolores“ und „Kompliment“. Für die Fans gibt es reichlich Parkplätze rund um das Veranstaltungsgelände.

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