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Versorgungswerk der Rechtsanwälte : Das Ende einer Ära

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Rechtsanwälte aus ganz Schleswig-Holstein beziehen ihre Rente von einer Institution in Schleswig. Dort ist jetzt eine Ära zu Ende gegangen.

In Anwaltskreisen ist er eine echte Institution: Ulrich Ammon Momme. Seit 1985 war der Flensburger ehrenamtliches Mitglied des Verwaltungsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Versorgungswerkes für Rechtsanwälte (RVSH), die letzten zwölf Jahre war er dessen Vorsitzender – bis jetzt. Anfang des Jahres hat er seine berufliche Karriere als Anwalt und Notar beendet, nun hat er auch seinen Posten beim Versorgungwerk niedergelegt. „Ich bin der Meinung, dass man in diesem Bereich nur so lange ehrenamtlich tätig sein kann, wie man auch beruflich aktiv ist“, erklärte Momme jetzt bei seinem Abschied in der RVSH-Geschäftsstelle in der Friedrichstraße.

Von dort aus betreuen neun Mitarbeiter rund 4500 Anwälte und Notare aus ganz Schleswig-Holstein, die allesamt pflichtversichert sind. Das Versorgungswerk regelt, ähnlich der Rentenversicherung, ihre Altersvorsorge, aber auch Themen wie Berufsunfähigkeit sowie Witwen- und Waisenrenten. Dabei liegt die Entscheidungskompetenz beim siebenköpfigen Verwaltungsausschuss.

Dieser wird nun von Dirk Unrau geleitet. Der Eckernförder Anwalt, der Kanzleien in Kiel und Hamburg betreibt, ist bereits seit 2005 Mitglied des Vorstandes, die vergangenen zwei Jahre war er Stellvertreter von Momme. Er dankte seinem Vorgänger für dessen Einsatz. „Dass jemand über 30 Jahre ein Ehrenamt ausübt, finde ich schon außergewöhnlich“, meinte Unrau, der sich wiederum auf seine neue Aufgabe freut. „Unser Hauptanliegen ist es, für die Gelder, die unsere Mitglieder einzahlen, ordentliche Rendite zu erzielen. Und das wird uns auch in Zukunft gelingen“, so Unrau. Ulrich Ammon Momme indes freut sich auf seinen Ruhestand. „Ich habe eine Familie und Pferde. Da wird mir gewiss nicht langweilig.“

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erstellt am 17.Jun.2017 | 08:05 Uhr

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