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Klein Bennebek : Das Dörpshus wird wieder aufgebaut

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Klein Bennebek plant einen Ersatz für das abgebrannte Dorfhaus. Kosten: 700.000 Euro.

Ein halbes Jahr nach dem Brand im Dörpshus in Klein Bennebek stellte die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung den Plan für das neue Haus vor. Die Ermittlungen der Polizei und die Verhandlungen mit der Versicherung seien nun abgeschlossen, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Thomas Petersen den Zuhörern. Das Dörpshus mit dem Sportlerheim steht auf dem Grundstück am Sportplatz in direkter Nachbarschaft zum Feuerwehrgerätehaus. Das Gebäude der Feuerwehr war am 29. April durch das Feuer vor allem im Dachbereich stark beschädigt worden (wir berichteten).

Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Neueindeckung des gesamten Daches und für die Erneuerung des Estrichs. Um die Substanz zu sichern, sollen die Arbeiten möglichst vor dem Wintereinbruch ausgeführt werden. Darüber hinaus wird die Feuerwehr neben der Fahrzeughalle einen Umkleidebereich sowie einen Funktionsraum für Atemschutz- und andere technische Geräte erhalten. Auch die Fenster des Feuerwehrgerätehauses werden erneuert.

Für das Dörpshus wurde nach langen Verhandlungen mit der Versicherung ermittelt, dass lediglich die Sohle des Gebäudes erhalten werden kann. „Da wir den Neubau jedoch etwas größer planen, wird auch die Sohle erneuert“, sagte Thomas Petersen in seinen Erläuterungen zu den Bauplänen. Das neue Dörpshus wird in Länge und Breite jeweils rund zwei Meter größer. Es soll einen Gemeinschaftsraum von 120 Quadratmetern Größe statt bisher 50 Quadratmetern bekommen. „Wir haben im Dorf keine Gastwirtschaft mehr und wir wollen diesen Raum an die aktuellen Bedürfnisse des Dorfes anpassen“, erklärte Petersen. Auch sei geplant, dass dieser Raum mit einer Schiebewand geteilt werden kann und so bei Bedarf zwei Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden können.

Die Sportler sollen drei Schiedsrichterkabinen, zwei Umkleideräume mit Duschen, ein kleines Büro und einen Technikraum bekommen. Sanitärbereiche und ein barrierefreies WC liegen zentral im Gebäude und können von allen genutzt werden. Die Küche mit Abstellraum wird größer und die Deckenhöhe wird in bestimmten Bereichen höher sein als vorher, um mehr Luftvolumen zu erreichen. Ein neuer Schießstand ist im Plan nicht vorgesehen, denn der SSV Klein Bennebek hat keine Schießsparte mehr.

Die Gesamtkosten sind mit 700 000 Euro veranschlagt. Die Versicherung trägt 450 000 Euro. „Über die fehlenden 250 000 Euro müssen wir mit der Kommunalaufsicht verhandeln“, sagte Thomas Petersen. Erst wenn die Finanzierung steht, kann die Gemeinde die Ausschreibungen in Auftrag geben. Lediglich der Abriss der Brandruine soll zeitnah erfolgen. Die Gemeinde hofft auf einen Baubeginn im kommenden Frühjahr.

Weiteres in Kürze:

>Die Gemeinde genehmigte den Kauf von 20 neuen Feuerwehr-Helmen zum Gesamtpreis von 5355 Euro.

>Auch den außerplanmäßigen Ausgaben der Gemeinde im abgelaufenen Jahr wurde zugestimmt. Dazu gehörten die Anschaffung von 50 Stapelstühlen, die Beteiligung an dem Projekt „Breitbandversorgung“ und ein neues Garagentor bei der alten Schule.
>Die Drosselgasse wird künftig für den Durchgangsverkehr von Schwerlastfahrzeugen gesperrt. Dazu gehören auch landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge über 7,5 Tonnen. „Die Schilder sind bestellt“, sagte Gerhard Niedergesäß als Vorsitzender des Bau- und Wegeausschusses.

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