Syrer sucht sein Handy : „Darin habe ich mein ganzes Leben“

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Für Flüchtling Okbah Alhafaz ist nichts wichtiger als sein Handy. Das jedoch hat er am Donnerstagmorgen verloren. Seine Lotsin bittet nun um Hilfe.

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08. Oktober 2015, 16:45 Uhr

Es ist für die meisten Flüchtlinge ihr Ein und Alles: das Handy. Entsprechend verzweifelt kam Okbah Alhafaz (Foto) am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit seiner Lotsin Barbara El-Hawari in die SN-Redaktion. „Wir brauchen Hilfe. Es ist eine Katastrophe für ihn“, erzählte El-Hawari. Am Morgen hatte ihr 25-jähriger Schützling, der aus Syrien kommt und seit dem Frühjahr in Schleswig lebt, sein Handy (ein schwarzes „Sony XPeria 2“ mit dunkelgrüner Schutzhülle) verloren. Irgendwo zwischen dem Kreishaus, wo er bei der Ausländerbehörde war, und der VHS, wo sein Deutsch-Kurs stattfindet. Ohne das Smartphone, auf dem auch unzählige Fotos aus seiner Heimat gespeichert waren, sei es für ihn fast unmöglich, Kontakt zu seiner Familie aufzunehmen, erklärt El-Hawari. „Wir bitten deshalb den Finder, zumindest die SIM-Karte, auf der alle wichtigen Daten gespeichert sind, zurückzugeben. Vielleicht kann er sie anonym in einem Briefumschlag in den Briefkasten im Lollfuß 79 werfen.“

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