Schleswig : Dänemark statt Mallorca

Kirsten Schulz von „Raiffeisen-Reisen“ freut sich, dass die Leute trotz des guten Wetters Lust auf Urlaub in der Fremde haben. Fotos: NEK
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Kirsten Schulz von „Raiffeisen-Reisen“ freut sich, dass die Leute trotz des guten Wetters Lust auf Urlaub in der Fremde haben. Fotos: NEK

Die Reisebüros in Schleswig haben diesen Sommer trotz des guten Wetters jede Menge zu tun.

shz.de von
02. August 2018, 14:00 Uhr

Über ein Sommerloch können sich die Reisebüros in Schleswig nicht beschweren. Trotz der anhaltenden Hitze sind die Kunden reisefreudig – und das scheint mehrere Gründe zu haben.

Diana Rhody vom Reisebüro „Global Sun“ in der Königstraße berichtet im Gespräch, dass es derzeit viel zu tun gebe. Die Nachfrage nach klassischen Last-Minute-Reisen in den Süden sei zwar ein bisschen zurückgegangen, dafür seien bedingt durch das gute Wetter aber regionale Reiseziele sehr gefragt. Hier sei neben Deutschland auch besonders Dänemark ein sehr attraktives Ziel. Frühbucher für das nächste Jahr gebe es auch schon, und Kreuzfahrten würden ebenfalls viel gebucht – „die gehen eigentlich immer“, so Rhody. Außerdem betont sie, dass es für Kurzentschlossene auch diesen Sommer noch Kapazitäten gebe, man müsse nur flexibel sein was das Reiseziel betrifft und vor allem eins mitbringen: Zeit.

Auch Kirsten Schulz und Helga Plöhn, Mitarbeiterinnen von „Raiffeisen-Reisen“ am Kornmarkt, bemerken keinen direkten Kundeneinbruch wegen der Hitze. Schulz erklärt, dass die Buchungen fast schon antizyklisch verliefen. Das bedeutet, dass die Reisen von diesem Sommer schon im Winter oder sogar schon letzten Herbst gebucht wurden. Die Vorfreude bestehe trotz des guten Wetters in der Heimat weiterhin. „Es geht den Leuten um einen Tapetenwechsel“, sagt Schulz.

Auch hier laufen schon die Buchungen für das kommende Jahr, und der Trend zur Reise in den Süden bleibt. Neben dem Klassiker Spanien gebe es auch wieder vermehrt Anfragen für den Urlaub in der Türkei oder Ägypten. Ein eher exotisches, aber viel gefragtes Ziel ist Island und genauso Neuseeland und Südafrika. Last-Minute-Reisen seien schon länger nicht mehr im Trend, die Leute buchten gerne früh – besonders wegen der Frühbucherrabatte. Die Ausnahme bilden hier die Kreuzfahrten, die würden derzeit auch kurzfristig gebucht. In der Region seien Unterkünfte hingegen sehr schwer zu bekommen, da die Vermieter sich zum größten Teil selbst vermarkten und die Ferienwohnungen nicht über das Kontingent der Reisebüros laufen.

Joana Dannenberg von „Kirsten’s Reiseladen“, ebenfalls am Kornmarkt, berichtet, dass es zurzeit eher ruhig sei. Ob es weniger Last-Minute-Reisen gebe, könne sie nicht sagen, aber Stornierungen wegen des guten Wetters im Norden gebe es keine. Wie in den anderen Reisebüros gehen auch hier schon die Anfragen für Urlaube im nächsten Sommer ein. Der Mittelmeerraum sei nach wie vor stark gefragt, man könne nur noch keine genauen Angaben machen, da die Flugpläne für den kommenden Sommer noch nicht erschienen sind. Dannenberg erklärt, dass die Chancen für einen Last-Minute-Urlaub in Dänemark mehr als gering seien, da dort inzwischen fast alles ausgebucht sei.

Wie man sieht: Das herrliche Wetter hier im Norden hält die Leute nicht davon ab zu verreisen. Einen Urlaub macht eben doch mehr als nur das Wetter aus.

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