„Manni’s Wurst- & Frikadellen-Tempel“ : Currywurst nach Berliner Art

Sie füllen „Manni’s Wurst- & Frikadellen-Tempel“ mit Leben: Inhaber Manfred Asal (r.) und seine Mitarbeiter: (v.l.) Michaela Flor, Kerstin Krajewski, Angela Neumuth, Ehefrau Hannelore Asal, Manfred Tams, Susanne Thomas und Anne Korth.
Sie füllen „Manni’s Wurst- & Frikadellen-Tempel“ mit Leben: Inhaber Manfred Asal (r.) und seine Mitarbeiter: (v.l.) Michaela Flor, Kerstin Krajewski, Angela Neumuth, Ehefrau Hannelore Asal, Manfred Tams, Susanne Thomas und Anne Korth.

Imbiss in St. Jürgen hat am Freitag seinen 20. Geburtstag gefeiert.

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02. Dezember 2017, 07:00 Uhr

Damit hatte Manfred Asal offenbar nicht gerechnet. „Find’ ick ja niedlich“, meint er, nachdem er sich wieder gefangen und die ein oder andere Träne aus dem Augenwinkel gewischt hatte. Dass all seine Mitarbeiter und auch einige Stammgäste gestern Morgen nach St. Jürgen gekommen sind, um mit ihm den 20. Geburtstag seiner Imbissbude zu feiern, kam bei dem 68-jährigen Berliner sichtlich gut an.

Am 1. Dezember 1997 hatte Asal „Manni’s Wurst- & Frikadellen-Tempel“ auf dem Parkplatz des Toom-Baumarktes eröffnet – und sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt. „Ick wollte das immer schon jemacht haben“, erzählt er. Und eigentlich habe er sich damit auch selbst einen Gefallen getan. „Denn die norddeutsche Currywurst schmeckt mir nicht so gut wie die Berliner.“ Also bereitet er sie seit 20 Jahren so zu, wie er sie aus seiner Heimatstadt kennt. Und natürlich gehören zu seinen vielen Stammkunden deshalb auch zahlreiche Berliner, die in der Region sesshaft geworden sind oder hier Urlaub machen. „Es gibt Leute, die kommen jeden Sommer, wenn sie an der Schlei sind, zu uns“, erzählt Hannelore Asal, die der Grund ist, warum Manfred in den hohen Norden gezogen ist. „Sie ist seit 54 Jahren meine große Liebe.“ Kennengelernt haben sich die beiden in Berlin – und von dort aus auch gleich Angela Neumuth mitgebracht nach Schleswig. Sie arbeitet bereits so lange in dem Imbiss, wie es ihn gibt. Wahrscheinlich auch deshalb, weil das Miteinander unter den Kollegen so familiär ist, wie alle bestätigen.

Das wiederum schätzen auch die Kunden. „Das Personal ist immer freundlich, die Wurst und der Kaffee schmecken gut und man trifft immer Leute. Das ist einfach kultig hier“, sagt Peter „Cocker“ Asmussen, der seit über zehn Jahren „am liebsten jeden Tag“ einmal vorbei kommt.

„Als damals hier der Baumarkt jebaut wurde, hab’ ick mich für den Platz hier beworben“, erinnerte sich Asal an die Anfänge. Erst 14 Tage bevor Toom dann eröffnete, habe er den Zuschlag bekommen. Also musste er innerhalb von zwei Wochen einen Imbisswagen organisieren. Inzwischen steht das dritte Modell an dem angestammten Platz. „Etwa 30 Mal“ seien dieser und die beiden Vorgängermodelle aufgebrochen worden – obwohl die Kasse abends immer geleert wird. „Das nervt natürlich. Aber die Stimmung is trotzdem immer jut jewesen“, sagt Asal, der seinen Laden eigentlich hätte anders nennen wollen. „Wir sagen in Berlin ja Bouletten statt Frikadellen. Aber das kennt hier im Norden ja nicht jeder.“

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