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Schleswig : „Chaoten-Biker“ fahren für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die „Chaoten-Biker“ werden zehn Jahre alt. Hinter dem Namen steht eine Motorradgruppe der ungewöhnlichen Art.

von
erstellt am 21.Okt.2017 | 07:33 Uhr

Unter Motorradfahrern duzt man sich. „Das ist bei uns so. Alles andere kommt nicht in die Tüte“, sagt Dirk Callsen. Oder doch besser Lolly Callsen? Denn das ist sein Spitzname, unter dem man ihn in der Szene kennt. Lolly ist einer von rund 25 Männern und Frauen, die sich in der Motorrad-Clique „Chaoten-Biker“ zusammengetan haben. Dahinter verbirgt sich nicht irgendeine Gruppe von Leuten, die gerne auf zwei Rädern durch die Gegend kurven, sondern eine eingeschworene Truppe, die immer auch Gutes tut. In diesen Tagen feiern sie ihr zehnjähriges Bestehen.

„Das ist schon ein kleines Jubiläum für uns. In den Jahren haben wir gemeinsam schon viel erlebt“, sagt Lolly, der mit seiner Frau Zimti zu den sechs Gründungsmitgliedern gehört. Anfangs wollten sie nur gemeinsame Ausfahrten machen. Dann kamen immer mehr Mitglieder hinzu – und damit stieg auch die Aufmerksamkeit. „Irgendwann wurden wir von den Schleswiger Werkstätten gefragt, ob wir bei einer Veranstaltung nicht ein paar Kinder und Jugendliche mitfahren lassen können. Wir haben zugesagt, und dann kamen immer mehr Anfragen“, erzählt Lolly.

Auf vielen großen und kleinen Festen haben die „Chaoten-Biker“ seitdem kleine Gäste mit an Bord genommen und sind mit ihnen unzählige Runden gefahren. Dafür zahlen die Mitfahrer kleine Beträge (50 Cent oder einen Euro), die wiederum für den Guten Zweck gespendet werden. „Das macht uns und den Kids immer viel Spaß. Natürlich steht dabei die Sicherheit im Vordergrund. Wir nehmen also nur Kinder mit, die groß genug sind. Und Helme sind Pflicht“, sagt Lolly.

Ohnehin gebe es in der Gruppe keine Raser. Man mag es eher gemütlich. Jeden Sonntag treffen sich die „Chaoten“ in Ruhekrug und fahren dann eine Tour. Auch gemeinsame Urlaube gab es schon, und in der kalten Jahreszeit trifft man sich im Kino oder beim Bowling. „Das soll auch in Zukunft so bleiben“, sagt Lolly, „und es werden bestimmt auch noch viele Ausfahrten von uns für den Guten Zweck geben.“

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