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Kreis Schleswig-Flensburg : CDU gegen zentrale Grundschulen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Auf den Vorstoß der SPD, Schulen zu schließen, die nur noch wenige Kinder haben, reagiert die CDU abwehrend.

Der Vorschlag des Arbeitskreises für Bildung der Kreis-SPD (AfB), gegebenenfalls auf Amtsebene zentrale Grundschulangebote zu etablieren, um auf den Schülerschwund zu reagieren, wird von der CDU vehement zurückgewiesen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Kreisvorsitzende Johannes Callsen forderte den SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner gestern in einer Mitteilung auf, sich klar gegen entsprechende Planungen auszusprechen. Stegner müsse klarstellen, „ob diese Pläne verirrte Gedanken eines SPD-Kreisverbandes sind, oder ob die Nord-SPD unsere Erstklässler künftig flächendeckend zu Fahrschülern machen will“.

Ebenfalls kritisch reagierte gestern der Kreis-Fraktionschef der CDU, Timo Kux. „In einem Flächenkreis wie Schleswig-Flensburg wird so etwas zu unzumutbaren Belastungen der Familien führen“, teilte er mit. Gerade angesichts größeren Entfernungen könne eine Zentralisierung nicht die einzige Lösung sein. Allerdings sieht auch Kux Diskussionsbedarf darüber, auf welchem Weg Schulen und Kindergärten auf Dauer in Bürgernähe erhalten werden können. Kooperationen und Modelle, bei denen Fachkräfte und Ressourcen geteilt werden, sehe er als Schritt in die richtige Richtung, so Kux. Eine Zusammenfassung von Verwaltung und Aufgaben über Ortsgrenzen hinweg hält er dabei für denkbar und sinnvoll, solange sie nicht zu Lasten der Schüler geht. „An dieser Stelle darf der Sparwille keinesfalls übertrieben werden.“

Der SPD-Arbeitskreis hatte Befürchtungen geäußert, dass es angesichts sinkender Schülerzahlen zukünftig nicht ausreichen könnte, Grundschulen wie bisher organisatorisch zusammenzufassen. Mehrzügige Schulen auf Amtsebene – im Verbund mit Kitas und weiterführenden Schulen – könnten eine Alternative sein.

Bis zum Jahr 2025 wird ein Rückgang der Schülerzahl um 19 Prozent auf rund 5300 prognostiziert.

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erstellt am 10.Jan.2014 | 07:45 Uhr

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