CDU fordert einen Zaun um das Luisenbad

Die Königswiesen: Nach mittlerweile jedem Wochenende sammeln die Umweltdienste säckeweise Müll ein, den Feiernde und Randalierer hinterlassen haben. Foto: Jennert
Die Königswiesen: Nach mittlerweile jedem Wochenende sammeln die Umweltdienste säckeweise Müll ein, den Feiernde und Randalierer hinterlassen haben. Foto: Jennert

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09. Juni 2009, 10:11 Uhr

Schleswig | - Das Luisenbad soll wieder eingezäunt werden. Dies will der CDU-Ratsherr Frank Neubauer auf der heutigen Sitzung des Bauausschusses beantragen (ab 15 Uhr im Rathaus). Neubauer hofft darauf, dass der Zaun einen Schutz vor Vandalismus und Einbrüchen bietet. Bürgermeister Thorsten Dahl soll beauftragt werden, "alles Notwendige zu veranlassen, hierbei soll eine enge Abstimmung mit der DLRG erfolgen". Die DLRG nutzt das Luisenbad als Vereinsheim sowie als Stützpunkt für ihre Rettungsschwimmer.

Neubauer reagiert mit seinem Antrag auf den Vandalismus auf den Königswiesen. Dass diese mittlerweile jedes Wochenende von Randalierern heimgesucht werden, bestätigte gestern die Polizei, zuletzt wurden Lampen zerstört, Mülleimer beschädigt und Pflanzen herausgerissen. Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Umweltdienste nach jedem Wochenende "säckeweise Müll" einsammeln und abfahren müssten: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn das Luisenbad eingezäunt werden würde." Auch in der SPD scheint man das mittlerweile so zu sehen.

Die Stadt hingegen hat sich bisher dagegen gesträubt, das Luisenbad einzuzäunen und dabei auf "Vorgaben der Zuschussgeber" von Land und Europäischer Union verwiesen. Demnach sollen die Königswiesen und damit das Luisenbad frei zugänglich sein. Ein Zaun könnte als "förderschädlich" ausgelegt werden. Ein etwaiger Verstoß gegen Förderrichtlinien könnte dazu führen, dass Gelder zurückgezahlt werden müssten.

Die Stadt will hingegen die Grenze des Luisenbades lediglich mit Pfählen markieren. Auf diese Weise soll eindeutig erkennbar sein, bis wohin die DLRG und der Luisenbad-Pächter von ihrem Hausrecht Gebrauch machen können. Nach den Vorstellungen der Stadt wird es damit leichter, Störenfriede und Randalierer des Platzes zu verweisen.

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