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Schleswig-Flensburg : Campingplätze mit Schleiblick sind begehrt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Saison auf den Plätzen in Boren und Goltoft hat begonnen.

Durch das frühe Osterfest startet auch die Campingsaison an der Schlei zeitig. Camping Lindaunis hat bereits seit Gründonnerstag geöffnet. Und die meisten Dauercamper haben auch schon ihre sommerliche Bleibe aufgerüstet. Familie Ahnsel aus Preetz ist zum ersten Mal am Karfreitag da gewesen und jetzt für eine ganze Woche an der Schlei. „Wir versuchen, jedes Wochenende zu kommen“, verrät Mutter Helga. Das sei aus Termingründen nicht immer möglich. Aber jetzt in den Osterferien würde man einmal eine ganze Woche bleiben. „Es ist schön hier und es gibt viele Kinder, mit denen man spielen kann“, meint Tochter Alina (10). Und ihre Schwester Pia (7) ergänzt: „Ich finde es toll, dass man direkt neben dem Spielplatz baden gehen kann – auch wenn man noch nicht so gut schwimmen kann.“ An diesem Nachmittag warten sie auf Vater Peter, der Benzin für das Boot holt, mit dem sie anschließend alle zum Heringsangeln fahren wollen.

Als Familie Ahnsel ankam, war die Infrastruktur des Platzes in Ordnung. In den Wochen und Monaten davor haben die Platzwarte bereits alles auf Vordermann gebracht. Besonderen Wert haben sie dabei auf die Sanitärräume gelegt. Denn dort schauen die Camper als erstes hin. „Im Herbst werden die Duscharmaturen abgebaut und vor dem Wiedereinbau gereinigt“, erklärt Platzwart Norbert Steber. Das Wasser würde nämlich im Winter abgestellt und die Rohre geleert. Auch die Kontakte an den Urinalen würden bei Saisonbeginn nicht immer so funktionieren, wie man es wünsche. „Die Stromkästen müssen auf die Anlegestellen der Boote gebracht und angeschlossen werden“, fährt Steber fort. Auch müssten die Boote und Wohnwagen, die im Winter in einer Scheune gelagert wurden, wieder an ihre Stellplätze gebracht oder ins Wasser geslipt werden. Und zum Schluss gäbe es die vielen kleinen täglichen Arbeiten, wie den Rasenschnitt, einen tropfenden Wasserhahn oder ein Elektrokabel, das überprüft werden müsse.

Auf dem Naturcampingplatz „Hellör“ in Goltoft ist man inzwischen genauso weit. Doch hat die Saison hier etwas später am 1. April angefangen. Denn es mussten erst die Arbeiten zur Umstellung des Energiekonzeptes abgeschlossen werden. Wasser für Duschen und Waschbecken wird durch Kollektoren auf dem Dach erwärmt und elektrische Energie durch andere erzeugt. Sonst sind die vorbereitenden Arbeiten ähnlich wie in Lindaunis. Zusätzlich wurde in Hellör noch der Spielplatz überarbeitet und es wurden ein paar neue Geräte aufgestellt.

Von den 110 Stellplätzen sind 55 an Dauercamper vergeben. „Die Nachfrage ist groß“, erklärt Chefin Frauke Paulsen-Uck. Sie sei bereits jetzt ausgebucht und könnte gut noch zehn Plätze mehr vertragen. Auch die Saisoncamper würden bereits gut buchen. Und einem Interessenten musste sie am Telefon bedauernd mitteilen, dass bereits alle Stellplätze mit Schleiblick vergeben seien. 50 Prozent der Dauercamper sind bereits am letzten Wochenende gekommen. Einige sind auch da geblieben. Zu ihnen gehören Frank und Marion Bernstein aus Dagebüll. Ihre Infrastruktur mit Vorzelt und Kücheneinrichtung hatten sie in einem Tag stehen. „Jetzt genießen wir eine Woche lang unsere Ruhe ohne Hobbys und Kinder“, verraten die beiden, die vier Kilometer von der Nordseeküste entfernt leben und beide Küsten vom „Land zwischen den Meeren“ ausnutzen wollen. Die Nordsee sei etwas rauer und härter. „Hier an der Schlei ist es etwas weicher und angenehmer und die Landschaft ist hügelig“, begründet der Ehemann den Standort des Wohnwagens. Sie wollten beides haben. Der Platz sei ideal, naturnah, direkt an der Schlei und man habe hier viel Raum.

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