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Schleswiger Nachrichten

18. November 2017 | 07:48 Uhr

Schleswig : Camping-Urlaub im Herzen der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In der letzten Folge unserer Sommer-Serie erzählt ein Schweizer Ehepaar, warum der Wohnmobilstellplatz am Schleswiger Stadthafen so beliebt ist.

von
erstellt am 04.Sep.2017 | 15:43 Uhr

Der eine liebt seinen Wohnwagen, der andere bevorzugt die Ferienwohnung. Einer möchte Urlaub auf dem Bauernhof machen, ein anderer sucht nach den schönsten Wohnmobil-Stellplätzen: In unserer Sommer-Serie stellen wir verschiedene Unterkünfte in der Region vor und berichten, wer sich dort alles so einquartiert. Heute: der Wohnmobilstellplatz am Schleswiger Stadthafen.

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer einen freien Platz für sein Wohnmobil am Schleswiger Stadthafen ergattern möchte, für den gilt diese Binsenweisheit allemal. Denn nicht nur in der Hauptsaison heißt es spätestens gegen Mittag: Ausgebucht. Direkt an der Schlei zu stehen, nur einen Steinwurf von der Altstadt und den Restaurants und Cafés am Hafen entfernt: Das kommt in der Szene an und hat sich deshalb längst herumgesprochen. Und so sieht man täglich nicht nur Wohnmobile mit deutschen Kennzeichen in Schleswig, sondern auch welche aus Norwegen, Schweden, den Niederlanden oder auch Italien, Frankreich und Großbritannien.

Maja Saladin und Peter Kleindienst kommen aus der Schweiz. Als sie am Stadthafen Station machen, sind außer ihnen noch zwei weitere Eidgenossen da. „Bislang haben wir auf unserer Tour kaum Landsleute getroffen. Aber hier sehen wir sie nun“, sagt Saladin mit diesem typisch schweizerischen Akzent in der Stimme. Sie und ihr Mann machen seit viereinhalb Wochen eine Reise durch halb Deutschland. Allerdings spielt der Norden dabei ganz klar die Hauptrolle. Von Usedom und Rügen haben sie sich nach und nach immer weiter gen Westen bewegt. Nach Neustadt in Holstein und Eckernförde haben sie nun also Schleswig angesteuert. „Wir haben unterwegs mehrfach den Tipp bekommen, dass wir unbedingt nach Schleswig fahren sollten. Weil die Stadt schön sein soll und der Stellplatz hier am Hafen einen super Ruf hat“, sagt Kleindienst. Schon eine Stunde nach ihrer Ankunft fühlen sie sich darin bestätigt. „So nah am Wasser zu stehen und dann auch noch mitten in der Stadt, das gibt es nicht oft“, sagt der 67-Jährige. Dass eine Nacht mit einem Preis von 16 Euro zudem recht günstig sei und es dazu noch freies W-Lan gibt: umso besser.

Gut informiert haben er und seine Frau sich früh auf den Weg nach Schleswig gemacht. „Nach 12 Uhr muss man es gar nicht erst probieren“, sagt Kleindienst. „Das hat man uns mehrfach gesagt.“ Und tatsächlich sind am Mittag wieder alle 55 Plätze belegt. Dass es auch Stimmen in Schleswig gibt, die den Wohnmobilplatz gerade wegen seiner zentralen Lage kritisch sehen, kann das Paar aus Basel nicht verstehen. „Soll man hier etwa noch ein Restaurant bauen? Nein. Die Leute mit den Wohnmobilen bringen doch Geld in die Stadt. Wir werden auch gleich essen gehen und dann sicherlich auch noch etwas einkaufen“, sagt Maja Saladin. Und außerdem würde der Bekanntheitsgrad der Stadt durch den Platz deutlich doch steigen. „Das ist doch gute Werbung.“

Das betont auch Wolfgang Schoofs immer wieder. Der Geschäftsführer der Schleswiger Stadtwerke, die den Hafen samt Stellplatz betreiben, rechnet in dieser Saison erneut mit einem Besucherrekord. „Wir gehen davon aus, dass wir diesmal die Marke von 13  000 knacken“, sagt er. Im vergangenen Jahr war der Platz mit insgesamt 12  183 Wohnmobilen belegt. Besonders zwischen Mai und August waren viele Gäste gekommen. In diesen Monaten wurden jeweils über 1600 Wohnmobile gezählt. Diesmal sei der Platz schon ab April durchgehend ausgebucht gewesen. „Wohnmobile zu kaufen oder zu mieten, ist weiterhin total in“, sagt Schoofs. So lange das so bleibe, profitiere man in Schleswig von diesem Trend.

Auch Maja Saladin und Peter Kleindienst können sich nichts Schöneres vorstellen als einen Urlaub auf vier Rädern. „Das war schon immer mein Traum, frei zu reisen und einfach dort anzuhalten, wo man möchte“, sagt Saladin. Außerdem schlafe man immer im eigenen Bett, fügt die 65-Jährige an und erntet ein zustimmendes Nicken von ihrem Mann. Nach Schleswig wollen sie sicherlich einmal wiederkommen. Sie mögen den Norden einfach, sagen sie. Und die Stadt liege perfekt zwischen Nord- und Ostsee. Aber auch der Stellplatz am Hafen hat es ihnen angetan. „Wir werden ihn gewiss weiterempfehlen, so wir er uns weiterempfohlen wurde“, sagt Kleindienst.

 

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