Brücke Lindaunis : Callsen kämpft weiter für einen Neubau

Baubeginn frühestens Mitte 2016: Die Brücke Lindaunis ist marode und muss ersetzt werden.
Baubeginn frühestens Mitte 2016: Die Brücke Lindaunis ist marode und muss ersetzt werden.

Landtagsabgeordneter stellt Kleine Anfrage und fordert Aufnahme des Neubaus in das Infrastrukturprogramm.

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13. Januar 2015, 11:45 Uhr

Der Mohrkircher CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen streitet weiter für einen möglichst schnellen Ersatz der Brücke Lindaunis. In einer kleinen Anfrage erfragte er von der Landesregierung den genauen Zeitplan und die Finanzierung des Projekts. In der Antwort des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums heißt es, dass der Entwurf für den Ersatzneubau der kombinierten Klappbrücke über die Schlei derzeit von der Bahn AG aufgestellt wird. Ein genauer Zeitplan könne jedoch erst nach Vorlegen des Plangenehmigungsbeschlusses genannt werden. Zurzeit erscheine ein Baubeginn frühestens Mitte 2016 als möglich. In den Haushalten 2018 und 2019 seien Verpflichtungsermächtigungen von jeweils 18 Millionen Euro vorgesehen.

Callsen nahm die Antwort zum Anlass, von der Landesregierung zu fordern, „endlich Farbe zu bekennen“. Das Bauwerk müsse in das Infrastrukturprogramm des Landes aufgenommen werden – das sei eine Voraussetzung für die Freigabe der Finanzmittel für das Projekt in Lindaunis. „Alles andere wäre unvertretbar und ein Zeichen dafür, dass die Landesregierung den Norden nicht auf der Rechnung hat“, erklärte Callsen. Verkehrsminister Meyer müsse das Projekt endlich vorantreiben. Es dürfe nicht so weit kommen, dass Arbeitnehmer und Unternehmer aus Angeln weite Umwege in Kauf nehmen müssten, „nur weil die SPD-geführte Landesregierung auf der Bremse steht“.

„Da läuft Herr Callsen bei uns offene Türen ein“, antwortete Harald Haase, Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Erst kürzlich habe das Kabinett getagt und den Brückenneubau auf die Liste für das Infrastrukturprogramm gesetzt. Die endgültige Entscheidung stehe im April an, so Haase, bis dahin werde es noch einige Abstimmungsrunden mit der Bahn geben. Man gehe nach wie vor davon aus, dass die Bauarbeiten 2016 beginnen können und aller Voraussicht nach bis ins Jahr 2018 andauern werden.

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