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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 09:18 Uhr

Buttern und backen, was das Zeug hält

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Landschaftsmuseum Angeln gibt es alte Kulturtechniken und Trachtentänze zu bewundern

von
erstellt am 13.Aug.2017 | 17:21 Uhr

Backen und buttern wie vor 150 Jahren, alte Landtechnik und traditionellen Volkstanz, das alles gab es im Landschaftsmuseum Angeln im Langballiger Ortsteil Unewatt zu sehen und zum Teil zu schmecken. Zudem drehten sich die Flügel der Windmühle „Fortuna“.

Für die Bäcker Sven Callsen und Sönke Lorenzen hatte die Arbeit schon am Vorabend begonnen. Mit Buchenscheiten heizten sie in der Buttermühle den Backofen vor. Am Morgen und am Vormittag buken sie dann in mehreren Gängen zunächst Butterkuchen und dann Roggenmischbrot. Beides kam sofort in den Verkauf.

Unmittelbar nebenan hatte Meierist Peter Frank 45 Liter Sauerrahmmilch in ein Butterfass gefüllt. Darin wurde die Milch anschließend mit Hilfe eines durch Wasserkraft angetriebenen, sich drehenden Holzrahmens gut 20 Minuten lang geschlagen. Unter den Augen vieler interessierter Zuschauer und unterstützt von Ehefrau Inken leerte Frank schließlich mit Sieb und per Hand das Fass. „Das gibt knapp 22 Kilogramm Butter und etwa 23 Liter Buttermilch.“ Auch sie fanden schnell interessierte Abnehmer.

Auf dem Rasenplatz vor dem Marxenhaus hatten Mitglieder des Oldie-Clubs Quern 20 alte Traktoren und einige Werkzeuge für Feld- und Erntearbeiten aufgestellt. Bei einem Ur-Unimog der Baureihe 410 kam Martin Bake aus Hamburg, beruflich als Controller in einem Seefrachtunternehmen tätig, mit einem anderen Besucher über dieses vielfältig einsetzbare „Universal-Motor-Gerät“ ins Fachsimpeln.

Wenige Meter weiter führten etwa 70 Tänzerinnen und Tänzer von zwölf Volkstanzgruppen aus ganz Schleswig-Holstein unter der Leitung und mit Moderation von Nicole Grimm alte Volkstänze vor. Bei annehmbarem Wetter hatte Uwe Carstensen von der „Angeliter Trachtengruppe“ Grund zur Freude. „Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr viel mehr Besucher und auch mehr aktive Tänzer.“

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