Open Air auf der kuhweide : Bunter Mix beim Enzo-Festival

Akustik aus Ostangeln: Hans Boysen kommt mit seinen Folk-Songs im Gepäck.
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Akustik aus Ostangeln: Hans Boysen kommt mit seinen Folk-Songs im Gepäck.

Am 5. Juli geht das Open Air auf einer Kuhweide in Wagersrott in die nächste Runde, Auf der Bühne stehen auch Musiker aus Kolumbien

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19. Juni 2014, 12:00 Uhr

„Die Mischung macht’s“, da sind sich die Musik-Fans, die alljährlich zum Enzo-Festival im kleinen Dörflein Wagersrott pilgern, einig. Der 26-jährige Veranstalter Enzo Giovanni Panozzo, der das Festival im Alter von 16 Jahren ins Leben rief, beweist bei der diesjährigen Musikauswahl erneut musikalisches Feingefühl. So scheren sich Enzo und sein kleines Festivalteam nicht um Bekanntheitsgrade oder Referenzen der Musiker, sondern legen ihr Hauptaugenmerk auf musikalische Qualität. Und so vereinen sie Bands aus scheinbar nicht kombinierbaren Genres zu einem Festival-Programm.

Waren es in den vergangenen Jahren meist Newcomerbands und (noch) unbekannte Formationen aus dem gesamten Norden, die das Publikum begeisterten, so hat Enzo Giovanni Panozzo in diesem Jahr neben diesen auch Musiker aus Kolumbien ins beschauliche Wagersrott bestellt: „Skampida“ spielen tanzbaren Skapunk, und auch die Band „Budzillus“ mit ihrem so genannten „Oriental Swing Punk“ aus Berlin, da ist sich der Veranstalter sicher, ist eines der Festival-Highlights.

Immer wieder sorgen neue Einfälle für eine besondere Atmosphäre. Waren es 2013 kleine Details wie beispielsweise ein überdimensioniertes Eingangssegel und ein beleuchteter Enzo-Festival-Leuchtkasten des Zimmerermeisters und Designers Nis-Peter Struve, so dürfen Besucher auch in diesem Jahr etwas Besonders erwarten. „Ich habe da etwas ganz Witziges gefunden“, sagt Enzo Giovanni Panozzo – er will aber noch nicht mehr verraten.

Sehr gute Kontakte zu Musikern aus dem ganzen Norden und auch zu versierten routinierten Technikern ermöglichen es dem jungen Veranstalter, zugleich „kultig und technisch auf dem neuesten Stand“ Musik anzubieten. Wer das erste Mal auf dem Festival verweilt, glaubt kaum, dass es möglich ist, eine derartige Technik am Ende der Welt auf einer Kuhkoppel zu präsentieren. Zwei große Bühnen, die beeindruckende Lichttechnik und die besonderen Bands machen das kleine Festival zu einem Ohren- und Augenschmaus, das seinesgleichen sucht.

Es bleibt auf jeden Fall etwas Besonderes, wenn ein Wagersrotter Jung, wie die Dorfältesten fast ein wenig stolz auf Platt formulieren, so viele musikbegeisterte Fans in das verschlafene 300-Seelen-Dorf Wagersrott holt. Wie in den vergangenen Jahren haben Bahnreisende aus Richtung Kiel und Flensburg auch dieses Mal die Möglichkeit, mit einem Shuttle-Bus ab Süderbrarup-Bahnhof und bei der Abreise stilecht mit der Angelner Museumsbahn an- und abzureisen. Camping ist wieder kostenfrei möglich.
>Karten gibt es im Vorverkauf für 14 Euro oder an der Abendkasse für 18 Euro. Weitere Infos zu Bands, Anfahrt und den Vorverkaufs-Stellen auf www.enzo-festival.de.

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