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Im Schwarzen Weg : Bundeswehr eröffnet neues Karriere-Center

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach dem Aus für das Kreiswehrersatzamt haben acht Mitarbeiter ein Büro im Schwarzen Weg bezogen.

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Im Empfangsraum des neuen Karriere-Centers der Bundeswehr im Schwarzen Weg hängt an der Wand eine Deutschland-Karte. Auf ihr sind alle Orte verzeichnet, in denen die Bundeswehr zu Hause ist. Jagel, Kropp, Husum, Eckernförde sind darunter. Schleswig nicht. Doch auch wenn die Stadt kein offizieller Bundeswehrstandort mehr ist – fünf Soldaten und drei zivile Mitarbeiter sind noch da. Sie haben gestern die neuen Räume des Bundeswehr-Karriere-Centers im Schwarzen Weg bezogen. Von hier aus wollen sie im gesamten Norden Schleswig-Holsteins Werbung für die Bundeswehr als Arbeitgeber machen und junge Menschen beraten, die freiwilligen Wehrdienst leisten möchten, die Offiziers- oder Unteroffizierslaufbahn anstreben oder sich für einen zivilen Arbeitsplatz bei der Armee interessieren.

Das Karriere-Center ist der Nachfolger des Kreiswehrersatzamtes, das über viele Jahre in der Moltkestraße beheimatet war und nach der Abschaffung der Wehrpflicht aufgelöst wurde. Dieses große Gebäude will die Bundeswehr nun verkaufen. Für die verbliebenen Mitarbeiter reichen die neu angemieteten Räume im Schwarzen Weg 13 aus. Das Karriere-Center befindet sich im zweiten Stock des grünen Bürogebäudes am Ende der kleinen Stichstraße zwischen dem Schlei-Center und der AOK. Von hier aus schwärmen die Mitarbeiter aus bis nach Flensburg, Husum oder Neumünster.

Organisatorisch ist das Schleswiger Büro dem Bundeswehr-Karrierecenter in Hannover zugeordnet. Dessen Leiter, Oberst Hauke Hauschildt, kam gestern zur Eröffnung nach Schleswig – und damit in seine alte Heimat. Er war selbst einst in der Kaserne auf der Freiheit stationiert und wohnte zehn Jahre lang zunächst in Stexwig und dann in Neuberend. Er freute sich auch darüber, dass dank der Außenstelle die Bundeswehr auch weiterhin im Schleswiger Stadtbild präsent ist. Nicht zuletzt dank des Luftwaffengeschwaders in Jagel ist die Bundeswehr in der Schleswiger Bevölkerung nach wie vor verankert. „In vielen +anderen Gegenden sind die Karriereberater inzwischen die einzigen Repräsentanten der Bundeswehr“, sagte Hauschildt. „Es gibt Regionen, in denen wir im Umkreis von 100 Kilometern keinen Standort mehr haben.“

 

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