CDU Böklund : Bürgermeister Petersen tritt nicht wieder an

Johannes Petersen
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Böklund bekommt 2018 einen neuen Bürgermeister: Amtsinhaber Johannes Petersen will zu den Kommunalwahlen nicht wieder antreten.

shz.de von
01. März 2017, 07:49 Uhr

Bürgermeister Johannes Petersen wird aus Altersgründen bei der nächsten Kommunalwahl nicht wieder als Gemeindevertreter von Böklund kandidieren. Dies gab er bei der Jahresversammlung des CDU-Ortsverbandes Böklund bekannt. Verbandsvorsitzender Dierk Martin berichtete daraufhin, dass es bereits zwei Bewerber für die Nachfolge gebe. „Wer die Position eins übernimmt, werden wir bei der Vollversammlung im Frühjahr festlegen“, erklärte er. Bis dahin würden noch keine Namen genannt.

In seinem Bericht ging Petersen vor allem auf die Entwicklung der Gemeinde ein. Ein wichtiges Element ist dabei die sogenannte „Tamlingkoppel“. Diese im Besitz der Gemeinde befindliche Fläche – gegenüber der Kirche und neben Gut Fahrenstedt – soll für Wohnbebauung erschlossen werden. „Dort können 40 bis 50 Häuser für Familien entstehen“, verriet Petersen. Die Nachfrage dafür sei bereits vorhanden. Eine Voraussetzung seien unter anderem die Expansionswünsche der Böklunder Wurstfabrik. Doch die Verantwortlichen hätten
signalisiert, dass man sich nur auf dem vorhandenen Firmengelände erweitern wolle.

„70 Prozent unserer Straßen sind saniert“, erklärte der Bürgermeister. Doch die restlichen müssten noch auf eine derartige Maßnahme warten. Denn die Kommunalaufsicht würde solche Projekte nur genehmigen, wenn eine Straßenausbausatzung vorläge. „Diese Aufgabe muss die Gemeindevertretung bald anpacken“, forderte Petersen. Rückblickend auf seine Amtszeit als Bürgermeister meinte er: „Wir haben viel Geld ausgegeben, aber es ist auch noch genügend für die folgenden Gemeindevertretungen da.“ Nur auf die Frage nach einer Gastwirtschaft musste er passen. Sämtliche Ansätze für eine finanziell tragbare Lösung hätten sich zerschlagen.

Holger Clausen berichtete aus dem Kindergarten, dass inzwischen fünf Regel- und zwei Krippengruppen mit insgesamt 120 Kindern betreut würden. Die Öffnungszeiten lägen zwischen 7 und 12.30 Uhr, könnten aber bis 15 Uhr erweitert werden. Die Gebäude gehörten jetzt alle der Gemeinde. Doch sei das Dach undicht und müsse mit großem finanziellen Aufwand neu gemacht werden.

Ebenfalls großen Finanzbedarf meldete Schulverbandsvorsteher Dierk Martin an. Die Erweiterung der Auenwaldschule und die Neugestaltung des Lehrerzimmers werden mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt (wir berichteten). „Die Schülerzahlen steigen“, sagte Martin. Gemeinschaftsschulleiterin Gerhild Westphal habe während des laufenden Schuljahres erstmals 22 neue Schüler bekommen. Westphal geht im Sommer in den Ruhestand. „Doch ein Nachfolger steht bereit“, verriet Martin. Dieser müsse noch das Schulleiterwahlverfahren durchlaufen. Da es Beschwerden über zu schnelles Fahren an der Schule gibt, soll dort eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. „Das können wir relativ leicht in der Gemeindevertretung regeln“, machte Petersen Mut.

Jürgen Steffensen berichtete über den Stand des Breitbandausbaus, für den in Böklund bereits Leerrohre in die sanierten Straßen eingebaut wurden. Zurzeit werden mit Bewerbern erste Gespräche über den Netzbetrieb geführt.

Bei den Wahlen wurden einstimmig wiedergewählt: Vorsitzender Dierk Martin; der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Steffensen und weitere Vorstandsmitglieder wie Cornelia Bröge, Dirk Jürgensen und Simone Wohlgemuth.


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