zur Navigation springen

Neue Wege der Schleswiger Grünen : Bürger sollen Wahlprogramm erarbeiten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Grüne laden die Schleswiger mit Blick auf die Kommunalwahl zu vier Veranstaltungen im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ ein.

von
erstellt am 20.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Es gebe in Schleswig so viele gute Ideen und so viel Potenzial an Kreativität, die Leute wüsste nur leider oft nicht, wohin damit. Das möchte der Ortsverband der Grünen um seine Vorstandssprecher Babette Tewes und Jonas Kähler nun ändern – und will deswegen neue Wege gehen bei der Erstellung des eigenen Wahlprogrammes für die Kommunalwahl im Mai 2018.

Das nämlich sollen die Schleswiger so weit wie möglich selbst aufstellen. Und so laden die Grünen ab 28. Oktober an vier aufeinander folgenden Sonnabenden im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ zu vier öffentlichen Veranstaltungen ein. Ziel ist es dabei, Ideen und Anregungen zu sammeln und so zu einem allein auf Schleswig zugeschnittenen Wahlprogramm zu kommen. „Das ist mal ein ganz anderer Weg, der einen extrem hohen Aufwand mit sich bringt. Aber wir sind überzeugt davon, dass es der richtige ist“, sagt Jonas Kähler. „Die Leute wollen immer öfter ihre Meinung sagen und mitreden. Das wollen wir mit unserer ,Zukunftswerkstatt‘ fördern und somit gleichzeitig gegen die Politikverdossenheit ankämpfen.“

Bei den vier Workshops, die jeweils am Sonnabend von 11 bis 14 Uhr im „KuKoLo“ im Lollfuß stattfinden, stehen dabei jeweils verschiedenen Themen im Fokus. Dazu laden die Grünen Experten ein, die Impulsreferate halten. Danach werden unter den Besuchern Arbeitsgruppen gebildet.

Am 28. Oktober geht es los unter der Überschrift „Stadtentwicklung, Verkehr, Umwelt, Landwirtschaft“. Weiter geht es am 4. November mit den Themen „Jugend, Sport, Bildung und Soziales“. Am 11. November heißt es „Finanzen, Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur“, ehe die Reihe am 18. November unter dem Motto „Gleichstellung, Senioren, Integration, Demokratie und Verwaltung 4.0“ zu Ende geht. Die Ergebnisse der vier Veranstaltungen sollen dann gesammelt und ausgewertet werden. Mitte Dezember stellen die Grünen dann den daraus entwickelten Entwurf für ihr Wahlprogramm wiederum öffentlich vor. „Und auch dann soll noch einmal darüber diskutiert werden“, sagt Tewes, ehe die Mitglieder es endgültig beschließen.

Man habe in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen mit einem Workshop zum Thema Innenstadtsanierung gemacht, erklärt die Vorstandssprecherin. Deswegen sein man davon überzeugt, auch diesmal eine positive Resonanz von den Schleswigern zu bekommen. „Da geht es um Themen, die ihre Stadt betreffen, sei es um die Wasserqualität der Schlei oder das Parkhaus“, betont Tewes. Dazu sei jeder Bürger eingeladen – „auch solche, die mit den Grünen nichts am Hut haben“, fügt Kähler hinzu. Niemand, der zu den Veranstaltungen komme, werde zu irgendetwas verpflichtet. Auch wer jetzt schon seine Ideen einbringen möchte, sei willkommen. Der Ortsverband hat parallel zu den Workshops unter gruene-zukunftswerkstatt@web.de eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen