zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

21. Oktober 2017 | 18:36 Uhr

Aus der SN-Jugendredaktion : Buchautorin mit 15

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Amal Majzoub aus Schuby feiert mit dem Fantasyroman „Phoebe“ ihr Debüt.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2014 | 11:56 Uhr

Amal – nicht nur ihr Name ist besonders. Als ihre Klassenkameraden anfingen, erste Bücher zu lesen, war Amal schon weiter. Sie wollte ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen. „Die Geschichten waren mir nicht mehr genug. In meiner eigenen Fantasie war ein Pferd dann schwarz und nicht weiß.“ Also machte Amal Majzoub in der dritten Klasse ihre Unzufriedenheit und diese Liebe zum Detail zu ihrem größten Hobby. Am meisten Gefallen fand sie beim Lesen von Fantasybüchern wie Harry Potter. Das hat die junge Schubyerin letztendlich dazu bewegt, sich auf dieses Genre zu konzentrieren.

Eine Hausaufgabe und die Unterstützung einer Lehrerin an ihrer Schule (die Erich-Kästner-Schule in Silberstedt) führten schließlich dazu, dass ihre erste Kurzgeschichte veröffentlicht wurde, als sie zwölf Jahre alt war. Ihr Debüt nannte sie damals „Ein Hobby zum Problem“.

Während sie dankbar von der Hilfe ihres Mentors und Lektors Dieter Paul Rudolph erzählt und wie sie auf die Autoreninitiative „Dritter Raum“ gestoßen ist, wirkt die erst 15-jährige Halblibanesin bereits sehr erwachsen – und ist im Rückblick auf ihre Entwicklung sichtlich stolz, aber auch sehr selbstkritisch. Zwischendurch hält sie kurz inne und streicht ihr langes rotes Haar aus dem Gesicht und wirkt dabei wie in Gedanken versunken, aber keineswegs verlegen.

Ansporn für sie war ein Zeitungsartikel, in dem sie ihr Spiegelbild in Form eines 15-jährigen Mädchens fand, das aber im Unterschied zu ihr schon ein Buch veröffentlicht hatte. Von da an stand ihr Ziel fest: Ein eigenes Buch, und zwar noch vor ihrem 15. Geburtstag.

Das schaffte sie schließlich mit ihrem ersten Buch „Phoebe – Ein Schattenroman“, der in der Reihe „Fantasygirls Mini“ erschienen ist. Einen Monat vor ihrem Geburtstag.

Zwischen ihr und der Protagonistin Phoebe gebe es viele Parallelen, so Amal. „Sie sticht aus der Masse hervor, unterscheidet sich von anderen. Sie ist distanziert und pflegt nur wenige, aber dafür intensive Freundschaften.“ Ihre sechs Halbgeschwister bezeichnet sie im Gegensatz zu sich selber als „eher normal“.

Trotz ihrer ruhigen und bedachten Art „hat sie aber kein Problem, auf andere Leute zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, ergänzt Amals Mutter. Wenn ihre Tochter nicht gerade Vampire und eine fiktionale Welt erschafft, widmet sie sich ihrem Keyboard, zeichnet oder sieht fern. Ganz normal eben. Und am Wochenende genießt es Amal, lange zu schlafen, wenn sie vorher wieder bis in die Nacht an ihren Geschichten gearbeitet hat.

Über das Internet steht sie in ständigem Kontakt mit Gleichgesinnten, die sich gegenseitig Tipps geben. „Profiautor zu werden, ist natürlich das Ziel von jedem von uns“, betont sie. Aber wenn alle Stricke reißen, kann sie sich auch vorstellen, als sozialpädagogische Assistentin mit jungen Leuten zu arbeiten – und dann nebenbei weiterzuschreiben. Ihr Plan für die nahe Zukunft: Bis zu ihrem 16. Geburtstag soll das nächste Buch erscheinen. Dieses Mal mit mindestens 300 Seiten. Über den Inhalt will sie noch nichts Genaues verraten, aber so viel sei schon mal gesagt: „Es wird ein Abenteuerroman, der auch etwas fürs Herz ist!“


>Erschienen ist „Phoebe – Ein Schattenroman“ in der Reihe „Fantasygirls Mini“. Es ist als Taschenbuch und Ebook im Internet erhältlich.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen