Stadtweg Schleswig : Bohr-Kühlung: Bei Hertie tröpfelt es seit Tagen

Nasses Pflaster trotz Sommerwetters: Aus dem maroden Hertie-Gebäude am Stadtweg tröpfelt seit Tagen das Kühlwasser.
Nasses Pflaster trotz Sommerwetters: Aus dem maroden Hertie-Gebäude am Stadtweg tröpfelt seit Tagen das Kühlwasser.

Rückwand zum Hang wird mit Erdankern gesichert

shz.de von
11. Oktober 2018, 15:28 Uhr

Beständig tropft das Wasser seit Tagen aus der Hertie-Ruine am Stadtweg. Das meiste versickert hinter dem Bauzaun, aber stets bildet sich auch ein Rinnsal in der Mitte der Ladenstraße. Sind die Wasserleitungen nicht längst abgeklemmt, womöglich sogar ausgebaut? „Wo kommt all das Wasser her?“, fragen sich immer wieder Passanten.

Es kommt aus dem rückwärtigen Bereich der Abriss-Stelle. Wie berichtet, bereitete vor Wochen der rückwärtige Hang der Michaelisallee der Abrissfirma Probleme. Daraufhin wurde beschlossen, zur Hangsicherung die Rückwand des alten Gebäudes stehen zu lassen. Reißt man aber die anderen Wände weg, hat die Rückwand allein keinen Halt mehr; das drückende Erdreich des Hangs würde sie Richtung Stadtweg umstoßen.

Also wurde beschlossen, die Wand mit Erdankern im Hang zu befestigen. 28 davon in verschiedener Länge werden schräg nach unten in den Hang gebohrt. Dabei werden die Bohrer und die zugehörigen Maschinen heiß und müssen mit Wasser gekühlt werden.

Fünf bis sechs Zentimeter hoch stehe das Wasser auf der Ebene, auf der gearbeitet wird, hieß es seitens der Baufirma. Schwerkraft und Gefälle besorgen den Rest. In den nächsten Wochen beginnt der maschinelle Abriss des Gebäudes.

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