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Schleswiger Nachrichten

21. August 2017 | 01:35 Uhr

Mittelangeln : Blues-Spektakel im Landgasthof

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gelungene Premiere für das neue Kulturkonzept im Satrup Krog: Gut 400 Fans feierten am Sonnabend mit den Blues-Größen Abi Wallenstein sowie Schroeter und Breitfelder.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so viele seid!“ Premiere in Satrup, und Organisator Hajo Ebertz war überwältigt von der großen Resonanz. Das Publikum antwortete mit Jubelpfiffen und Applaus während des ersten Angeliter Bluesfestivals im Satrup Krog am Sonnabendabend.

Der dänische Bluessänger MadDogBaba stimmte das Publikum ein. Er sang, spielte Gitarre, ab und zu umhüllte ihn Bühnennebel – in farbiges Licht getaucht. Es war knackevoll im Satrup Krog, gut 400 Bluesfans standen vor der Bühne oder saßen an Tischen. Zum Bier gab es Brezeln. Max Wolff aus Dänemark löste MadDogBaba ab mit guten alten Folk- und Bluesliedern und eigenen Stücken.

„Ohne euch und eure Begeisterung würde das hier nicht funktionieren“, begrüßte Hajo Ebertz die Bluesfans. Er hat dieses erste Event als erfahrener Konzertorganisator zusammen mit Verena Balve nicht nur auf die Beine gestellt, sondern trat zu vorgerückter Stunde selbst auf. Doch zunächst kam er, der, auf den die meisten gewartet haben: Abi Wallenstein, zusammen mit Schroeter und Breitfelder.

Georg Schroeter und Marc Breitfelder haben geschafft, was niemand für möglich gehalten hatte. „Sie hatten keine Chance und haben sie genutzt“, sagte Ebertz. Sie gewannen 2011 mit virtuosem Piano- und perfektem Harp-Spiel die „Blues Challenge“, den weltweit größten Blues-Wettbewerb in den Vereinigten Staaten in Memphis. Mit ihnen hatte der charismatische Abi Wallenstein die Ehre aufzutreten – und das Publikum die Freude. „Mein Name ist Abi, und es ist toll, bei euch zu sein“, sagte er und legte los.

Als die norwegische Formation „Brothers in Blues“ die Bühne betrat und alle gemeinsam ihr Können zum Besten gaben, war die Show perfekt. Honky Tonk, Boogie-Woogie, da flogen die Finger nur so über die Klaviertasten. Das Publikum war begeistert, tanzte Rock ’n’ Roll. Ein Paar machte es wie es sich gehört: Das Mädchen wirbelte durch die Luft – ein optisches I-Tüpfelchen auf dem akustischen Genuss. „Cry Sally cry“, „Cocain“, „Sweet Old Chicago“, „I’m a Soulman“, spektakuläre Gitarren- und Pianosoli – Bluesbegeisterte kamen voll auf ihre Kosten. „Kommt Abi nochmal auf die Bühne? Da isser!“, rief Hajo Ebertz – und eine ordentliche Zugabe folgte. Für die, die wollten, gab es im Anschluss noch eine After-Show-Party.

Diesen Abend vorausgegangen war der mutige Entschluss, die bislang im Satrup Krog beheimatete und eigentlich eingestellte Kleinkunstbühne im Stile der gemütlichen und rustikalen Atmosphäre des „Landart“ in Torsballig weiterleben zu lassen. Konzerte werden zukünftig in den weitaus größeren Räumen des Satrup Krog stattfinden. An die Stelle des bisherigen Satruper Kleinkunstvereins ist der Verein zur Förderung von Musik und Kultur getreten, den Hajo Ebertz und Verena Balve gegründet haben.

Letztlich haben Hajo Ebertz und Verena Balve Recht: Ohne die Begeisterung des Publikums, das solche Konzerte erleben will, würde es nicht funktionieren. An diesem Abend funktionierte es – und wie!

www.land-art.cc

 

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erstellt am 12.Jan.2014 | 18:56 Uhr

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