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Promi Big Brother 2014 : Big Harry: „Ich wollte es eigentlich nicht gucken“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

SHZ-Reporterin Anna Kahlen hat Harry Schmidt – alias „Big Harry“ – im Interview gefragt, was er von Promi Big Brother hält. Der 54-Jährige lebt seit Jahren in Rundhof bei Gelting. Vor 14 Jahren war er selbst im Container

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 17:21 Uhr

Rundhof | Mehr Menschen, als das zugeben, gucken es, und vor allem mehr Menschen, als eigentlich wollen, reden drüber: Promi Big Brother. Und ob man es will oder nicht: Irgendwie streift der eine oder andere Gedanke, vor allem, wenn man hier aus dem Norden kommt, dann auch zu ihm: „Big Harry“, der eigentlich Harry Schmidt heißt und seit eh und je in Rundhof bei Gelting mit Ehefrau Gerti und mehreren Kindern in der alten Meierei lebt. Auch, wenn man es ihm nicht ansieht: Harry, der mit seiner „Big Harry’s Band“ inzwischen recht erfolgreich durch die Lande zieht, ist jetzt schon 54, es ist sage und schreibe 14 Jahre her, dass er in den Big-Brother-Container bei Köln einzog, und zwar als ganz normaler Bürger, nicht als „Promi“.

Das TV-Ereignis verließ er damals als Zweitplatzierter – Siegerin war Alida-Nadine Kurras -, und noch heute lässt ihn „Big Brother“ nicht los. Irgendwie gehört es zu ihm dazu, auch wenn er in der Region schon lange davor bekannt war wie ein bunter Hund.

106 Tage harrte Harry im Container aus – bei Promi Big Brother sind es jetzt gerade einmal 14 Tage, „und die schreien bei den paar Tagen gleich rum wie anstrengend das ist, ich finde das ziemlich lächerlich“, sagt Harry, als wir ihn am Handy erwischen. Er ist gerade auf dem Rückweg aus Hamburg, wo er einen Bademantel-Werbesport gedreht hat. „Die sitzen da im Keller und jammern rum, auch, dass sie so viele Kilos abgenommen haben, dabei gibt es wirklich viele andere Orte auf der Welt, wo es richtig schrecklich ist, zum Beispiel wo Leute zehn Tage lang verschüttet unter Trümmern liegen“, findet er.  

Eigentlich hatte er gar nicht vor, Promi Big Brother zu gucken, „aber ich musste, weil RSH ein paar O-Töne dazu von mir haben wollte, und dann hab ich es mir ein paar Mal angeguckt - naja und dann bleibt man halt ein bisschen dabei“, gibt er lachend zu. Und er sagt auch:

„Wenn man hört, Big Brother läuft wieder, findet man es natürlich erstmal interessant, aber als ich gehört habe, dass es ein Promi Big Brother ist, war das nicht mehr so. Gut, es ist ganz lustig, aber auch ziemlich peinlich, irgendwie merkwürdig.“ Als er bei Big Brother war, sei alles noch ganz anders gewesen. „Bei uns damals in der ersten und auch noch in der zweiten Staffel ging es um normale Menschen, dann fing es an, dass sie nur noch Schönlinge reingeholt haben, und heute zählen nur noch Skandale und Brüste.“

Hubert Kah, sagt er, sei verstrahlt und ja ganz lustig, erkannt hätte er ihn jedoch nicht, wenn er den Namen nicht gehört hätte. „Und Richter Gnadenlos ist ja auch lustig, der hat einen unterschwelligen Humor - aber über Frau Wendler schüttelt man nur noch mit dem Kopf.“ Das Teppichluder, „diese Janina“, findet er eigentlich ganz ehrlich. „Verbal liegt die immer mal daneben, wenn sie sagt, sie haut jemandem auf die Schnauze, aber gut, die ist halt so und hat da auch mal richtig rumgemeckert.“

Einen Favoriten habe er nicht, es interessiere ihn auch nicht, wer nun rausgeht und wer nicht und wer heute Abend Sieger wird. Harry sagt: „So lange ich Leute habe, die mich für Bademantel-Werbung buchen, muss ich in so was nicht mehr rein.“ Keines seiner Kinder gucke Promi Big Brother, er sei der einzige, eben weil er musste; „ich gucke eigentlich gar kein Fernsehen, vor allem im Sommer nicht, aber wie gesagt: Es ist ja eigentlich ganz unterhaltsam, ich kann darüber gut lachen.“

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