Bauvorhaben : Beton-Brücke wird abgerissen

Derzeit wird der Abriss der Brücke vorbereitet. Daher ist die Fahrbahn an dieser Stelle nur noch einspurig befahrbar. Foto: Konstantinow
Derzeit wird der Abriss der Brücke vorbereitet. Daher ist die Fahrbahn an dieser Stelle nur noch einspurig befahrbar. Foto: Konstantinow

Die Riesberg-Brücke an der Bundesstraße 76 wird im Januar abgerissen. Die 48 Jahre alte Betonkonstruktion ist baufällig. Bis September 2009 soll eine neue Brücke entstehen.

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12. Dezember 2008, 11:49 Uhr

Schleswig | Noch fließt der Straßenverkehr unter der Riesberg-Brücke durch. Aber bereits jetzt können Fahrzeuge die Brücke nur noch einspurig unterqueren, denn die Bauarbeiten für das neun Monate dauernde Projekt haben schon begonnen. Bauarbeiter sind dabei, mit schwerem Gerät Bohrungen in das Erdreich vorzunehmen. Ab dem 5. Januar wird die Brücke stückweise abgetragen. Ende Januar wollen die Bauarbeiter den Abriss abschließen. Anschließend beginnt der Bau einer neuen Brücke. Im September 2009 sollen erstmalig Autos über sie hinwegrollen.

Die alte Riesberg-Brücke wurde im Jahr 1960 erbaut. Sie überführt die Bundesstraße 77 über die Bundesstraße 76. Außerdem werden über diesen Knotenpunkt der Friedrichsberg sowie Busdorf angeschlossen. Dass die Brücke jetzt abgerissen werden muss, liegt nach den Angaben von Torben Kock, Sachgebietsleiter Brückenbau beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Flensburg, an der fehlenden Spannung im Beton. Nur mit großen Aufwand ließe sich dies reparieren. "Ein Abriss ist für uns billiger als eine Sanierung."
Baukosten von 1,2 Millionen Euro
Unmittelbar im Anschluss an den Abriss werden die Baugruben für die 4,5 Meter hohen Pfeiler der neuen Brücke ausgehoben. Die Bauherren erwarten, dass die Brückenträger Ende des Sommers 2009 stehen werden. Anschließend will man die Stahlkonstruktion einbauen, auf der der Beton und der Asphalt aufgetragen werden. Zum Abschluss der Arbeiten werden Schutzplanken montiert. Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro.

Das neue Bauwerk soll von Schrägstielen getragen werden. "Die Träger werden in einem Winkel von 60 Grad nach außen angebracht. Dadurch wird die Brücke insgesamt gefälliger wirken", erklärt Kock. Bei der neuen Konstruktion wird der Gehweg auf beiden Seiten erhalten bleiben, und es wird ebenfalls einen Radweg geben.

Zeitgleich mit dem Start der Bauarbeiten am 5. Januar wird eine Verkehrsumleitung eingerichtet. Der Straßenverkehr von und nach Rendsburg wird über die Kreisstraße 1 durch Busdorf geführt. Für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen wird eine großräumige Umleitung über die Kreisstraße 132 beziehungsweise über die Kreisstraße 1 durch Selk weiter zur Bundesstraße 76 bei Fahrdorf eingerichtet. Die Umleitungen werden umfangreich ausgeschildert. Hinzukommen werden Ampelregelungen.

Bei der Planung der neuen Brücke hat der Landesbetrieb auch analysiert, ob man am Schnittpunkt von B 76 und B 77 einen Kreisverkehr bauen sollte. Die Analyse ergab, dass ein Kreisel keine Vorteile gebracht hätte. Im Gegenteil. Der ankommende Lastverkehr aus Flensburg in Richtung Kiel und Eckernförde hätte den neuen Kreisel blockiert - und damit auch den bestehenden Kreisel bei Busdorf.

Aus der Zeit, als die B 76 erbaut wurde, stammen noch weitere Brücken, wie die Anschlussverbindung nach Schloss Gottorf sowie die Hasselholmer Brücke. Ihr Zustand sei aber wesentlich besser als der der Riesberg-Brücke. Kock: "In der nächsten Zeit wird es keine weiteren Arbeiten an diesen Brücken geben."

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