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Schleswiger Nachrichten

14. Dezember 2017 | 11:49 Uhr

Schleswig : Besucherrekord beim Meltdown-Festival

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rund 1000 Metal-Fans feierten am Sonnabend beim Meltdown-Festival auf dem FKKZ-Gelände auf der Freiheit.

„Wir haben dieses Jahr unseren persönlichen Besucherrekord gebrochen“, freut sich Phil Gerdes vom Veranstalterteam des Meltdown-Festivals, das am Sonnabend auf dem Gelände des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums Schleswig (FKKZ) stattfand. „Im vorletzten Jahr hatten wir etwa 650 Besucher, im letzten Jahr waren es dann um die 750. Diesmal sind fast 1000 Leute aus ganz Schleswig-Holstein gekommen und wir freuen uns unglaublich.“

Bei der Eröffnung um 14 Uhr standen bereits einige Fans Schlange, und das trotz stattlicher Temperaturen von um die 25 Grad. „Der Ansturm war dieses Mal um ein vielfaches größer als in den letzten Jahren. Zwischenzeitlich hatten wir Angst, dass wir aufgrund der Baustellen in der Gegend nicht ausreichend Parkplätze haben, aber irgendwie hat es dann doch gereicht“, sagte Gerdes. Die Stimmung unter den rund 50 Crew-Mitgliedern war den ganzen Tag über entspannt, denn der verlief komplett ohne größere Vorfälle. „Natürlich gibt es hin und wieder mal jemanden, der ein bisschen zu viel getrunken hat. Im großen und ganzen hatten die Sanitäter aber wenig zu tun, auch nicht aufgrund der Hitze.

Insgesamt spielten zehn Bands abwechselnd auf der Hauptbühne im Innenhof und der kleineren Bühne im Gebäude 35. Die Schleswiger Band „Injection“ musste absagen, wurde aber spontan durch „Endseeker“ aus Hamburg vertreten. Als Headliner trat unter anderem die Schleswiger Thrash-Metal-Band „Rezet“ auf. „Die haben sich wie kleine Kinder gefreut, nach ihrer Tour in dem USA endlich wieder in ihrer Heimatstadt spielen zu können“, so Phil Gerdes. Einen ganz besonderen Eindruck hinterließen die drei Jungs von „Overcharge“ aus Italien mit ihrer Mischung aus Rock’n’Roll und Speed-Metal. Nachdem im vergangenen Jahr zum ersten Mal eine internationale Band auf dem Festival auftrat, schaffte es das Trio aus der Provinz Varese, nochmal einen draufzulegen. „Wir kommen aus einem kleinen Dorf mit nur 4000 Einwohnern. Ich glaube, vor so einem großen Publikum wie heute haben wir noch nie gespielt“, erzählte Sänger und Bassist Marciello. „Wir haben vorher schon ein paar Konzerte in Deutschland gespielt. Heute sind wir gerade noch rechtzeitig zum Auftritt gekommen, weil wir gestern noch in Gießen gespielt haben“, sagte Schlagzeuger „Panzer“. Kollege und Gitarrist Josh ergänzte: „Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß. Der Do-it-yourself-Charakter des Festivals ist super. So etwas gibt es in Italien leider nicht. Außerdem wird hier viel wert darauf gelegt, antifaschistisch zu sein.“

Festival-Besucher Timon Strahl (21) war bislang in jedem Jahr dabei. „Ich komme immer gerne hierher. Die Bands in diesem Jahr waren gut, besonders Overcharge. Aber es ist auch immer wieder schön zu sehen, was Schleswig-Holstein an Bands zu bieten hat“, meinte der Student aus Kiel. „Es wäre auf jeden Fall schade, wenn das Festival im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden würde, falls die Veranstalter keine neue Location finden, aber ich bin mir sicher, dass die das schaffen.“

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