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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 01:19 Uhr

Schleswig : Bereit für die Europa-Wahl

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

19 565 Bürger der Stadt sind am Sonntag zur Stimmabgabe aufgerufen. Bereits jetzt wurden über 1000 Briefwähler gezählt.

von
erstellt am 21.Mai.2014 | 07:45 Uhr

Eigentlich findet die Europawahl erst am kommenden Sonntag statt. Mehr als 1000 Schleswiger haben aber bereits jetzt ihr Kreuzchen gemacht – Tendenz steigend. „Die Briefwahl wird ganz offenbar immer beliebter. Früher musste man dafür ja noch einen triftigen Grund angeben, aber das ist zum Glück längst vorbei. Und es funktioniert ja auch sehr unkompliziert“, sagt Oliver Frieß, zuständiger Sachbearbeiter im Wahlamt der Stadt Schleswig. Zum Vergleich: Bei der letzten EU-Wahl vor fünf Jahren wurden in Schleswig nur 748 Briefwähler gezählt.

Gemeinsam mit Wahlleiter Rainer Raup und dem Auszubildenden Gerrit Wolff hat Frieß in den vergangenen Wochen die Weichen gestellt, damit die EU-Wahl in Schleswig ohne Probleme über die Bühne geht. Insgesamt 19 565 Bürger sind am 25. Mai dazu aufgerufen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Das sind 101 mehr als im Jahr 2009. Trotz dieses Anstiegs und der höheren Zahl von Briefwählern ist Frieß dennoch skeptisch, ob am Ende auch eine insgesamt höhere Wahlbeteiligung in Schleswig herauskommt. Bei der letzten Europa-Wahl waren es gerade einmal 30,8 Prozent.

Neben dem Team im Rathaus sind am Sonntag auch wieder 90 Frauen und Männer im Einsatz. Jeweils sechs von ihnen sitzen als Wahlhelfer in den 14 Wahllokalen sowie im Briefwahlvorstand. „Wir haben die Helfer in diesem Jahr relativ schnell zusammenbekommen. Inzwischen haben wir eine ganz gut gefüllte Liste mit Namen von Freiwilligen“, sagt Rainer Raup und fügt schnell an: „Aber wenn jemand in Zukunft auch Lust haben sollte, uns als Wahlhelfer zu unterstützen, kann er sich jederzeit melden.“ Reich werden kann man bei dieser Aufgabe allerdings nicht. So bekommen die Wahlvorsteher und ihre Stellvertreter jeweils eine Vergütung von 45 Euro für ihren Einsatz, die übrigen Wahlhelfer erhalten 30 Euro.

Für Gerrit Wolff, der gerade die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt durchläuft, war all das bis vor wenigen Wochen Neuland. Inzwischen kennt er sich in Sachen Wahl bestens aus. Vor allem hat er die Wahlunterlagen für die Briefwähler herausgegeben. „Das war eine schöne Erfahrung, mit so vielen Leuten in Kontakt zu treten“, sagt er. „Denn viele Briefwähler kommen direkt ins Rathaus, beantragen hier ihre Unterlagen oder holen sie persönlich ab.“

Bis auf einen Wähler seien dabei auch alle zufrieden gewesen. Ein Herr jedoch habe sich darüber beklagt, dass sein Wahllokal in der St.-Jürgen-Schule (als einziges in der Stadt) nicht barrierefrei sei. Dazu Rainer Raup: „Das ist auch uns ein Dorn im Auge. Aber es ist schwierig dort. Wir arbeiten an einer Lösung für die nächste Wahl.“ Man greife gerne auf städtische Liegenschaften als Wahllokale zurück, in der Nähe der Schule fehlten allerdings die Alternativen.

 

 

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