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Diakonisches Werk : Beratungsstelle feiert runden Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

50 Jahre Hilfe in Lebens- und Erziehungsfragen beim Diakonischen Werk: Das Jubiläum wurde mit einem Festakt im Gemeindehaus Friedenskirche gefeiert.

Dass sie feiern können, haben die Berater in Diensten des Diakonischen Werks bereits bewiesen. Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums ihrer Beratungsstellen veranstalteten die Experten in Sachen Erziehungs-, Familien- und Lebensfragen in den letzten Wochen an den Standorten Schleswig und Süderbrarup Kinoabende und Informationstreffen. Gestern folgte nun im Gemeindehaus der Friedenskirche im Kolonnenweg das offizielle Fest zum runden Geburtstag.

Der Leiter des Diakonischen Werks, Klaus Machlitt, freute sich darüber, dass es Rednerin Annelie Keil trotz widriger Bedingungen – gemeint war der Bahnstreik – nach Schleswig geschafft hatte. Danach warf er einen Blick zurück in die Geschichte, wobei er feststellte: „Mit anderthalb Jahren bin ich mit Abstand der Jüngste unter den Mitarbeitern – zumindest zeitlich.“ Sein größter Dank galt den Beratern, die sich den immer mehr Ratsuchenden und ihren veränderten Fragen und Lebensplanungen stellen.

Im Anschluss drehte sich bei Annelie Keil, Bremer Sozialwissenschaftlerin, vieles um den Ausspruch: „Wer keine Fragen mehr hat, kann auch nicht (be)raten.“ Doch es ging nicht nur alleine um das Fragen an sich, sondern auch um das Zuhören – und das Stärken von Kompetenzen. „Hilfe zur Selbsthilfe, so dass man sich beim nächsten Mal selber beraten kann“, erklärte sie. Und fügte energisch und doch mit viel Humor hinzu: „Würde mir jemand erzählen, er wolle nur mein Bestes, würde ich wegrennen. Denn das heißt ja schlicht und ergreifend, derjenige wüsste, was gut für mich ist“. Abschließend sagte die 75-Jährige über das Geburtstagskind: „50 Jahre gut beraten. Wer kann das bei einer Goldenen Hochzeit schon behaupten?“ Nicht nur dieser Lacher war ihr sicher.

Ein auflockerndes Highlight kam zum Schluss: die Flensburger Improvisations-Theatergruppe um Christian Sell. Sie nahmen Begriffe aus den Beratungsstellen auf, so dass sich Azubi und Geselle vor der imaginären Mauer Schlagworte wie „Eifersucht“ und „Perspektivwechsel“ zuwarfen. „Ich brauche ein bisschen Hyperaktivität, um mit der Mauer in 20 Minuten fertig zu werden“, hieß einer der Sätze. Die Gruppe sorgte mit Geschichten rund um Tierpsychologie und Gebärdensprache – auch mit Unterstützung des Publikums – für reichlich gute Laune.

 

 

 

 

 

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