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Schleswiger Nachrichten

20. September 2017 | 00:35 Uhr

Schleswig : Bellmanns Grab ist rausgeputzt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Logenbrüder kümmern sich auf dem Friedhof des St.-Johannis-Klosters um die Ruhestätte des Komponisten der Schleswig-Holstein-Hymne.

„Die Gründer unserer Druiden-Loge haben ihre Namensgeber mit Bedacht ausgewählt“, erzählt Peter Harder, stellvertretender Vorsitzender der Chemnitz-Bellmann-Loge. „Sie beide sind aus der Geschichte der Stadt Schleswig nicht wegzudenken, und Carl Gottlieb Bellmann hat hier, auf dem Friedhof des St.-Johannis-Klosters, seine letzte Ruhestätte gefunden. Es ist für uns eine Ehrensache, sein Grab herzurichten und zu pflegen.“ Seit vielen Jahren schon kümmern sich die Brüder der Loge um die Grabstätte, reinigten den Grabstein, ließen die Schriftzüge nachziehen. Jeden Totensonntag treffen sich die Brüder am Grab, legen einen Kranz nieder und gedenken ihrer Verstorbenen.

Die Grabpflege wurde mit zunehmendem Efeubewuchs und dickem Wurzelwerk, das mitten durch Bellmanns Grab wucherte, immer schwieriger. Als nach dem großen Sturm 2015 der Bewuchs wegwehte und die zerstörte Friedhofsmauer zum Vorschein kam, wurde auch der Zustand des Grabes deutlich sichtbar. „Als wir das gesehen haben, war für uns klar, dass wir uns darum kümmern werden“, erinnert sich Peter Harder. Nach der Sanierung der Friedhofsmauer nahmen also auch die Logenbrüder die Arbeit auf und setzten um das Bellmann-Grab eine Marmor-Einfassung. Sie pflanzten Bodendecker und verlegten eine Platte, auf der eine Schale nun mit frischen Blumen bepflanzt werden kann. „Wir wissen, wie schwierig es ist, Denkmale und Gedenkstätten in Ordnung zu halten. Priörin Ina von Samson-Himmelstjerna und der Freundeskreis des St.-Johannis-Klosters wenden viel Mühe auf, um dieses schöne Kloster zu erhalten“, betont Peter Harder. „Mit der Pflege des Grabes möchten wir sie dabei ein wenig unterstützen.“



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