Gartenstraße : Bau-Pläne vorerst gestoppt

Zwischen Schubystraße, Gartenstraße, Moltkestraße und Berliner Straße liegt diese Obstwiese.
Zwischen Schubystraße, Gartenstraße, Moltkestraße und Berliner Straße liegt diese Obstwiese.

Ein Investor aus Süderbrarup möchte eine Obstwiese in der Schleswiger Innenstadt bebauen – der Bauausschuss hat Bedenken.

ove2.jpg von
04. Dezember 2014, 14:30 Uhr

Es geht um eine gut versteckte Obstbaumwiese. Außer den direkten Nachbarn kennt sie fast keiner. Auf dem Grundstück, das nur über eine schmale Zufahrt von der Moltkestraße aus zu erreichen ist, sollen drei Häuser mit insgesamt zehn Wohnungen entstehen. So jedenfalls plant es der Süderbraruper Investor Kai Lorenzen.

Der Schleswiger Bauausschuss hat ihm jetzt jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einstimmig stimmten die Mitglieder gegen den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Mehrere Anwohner hatten sich zuvor in der Einwohnerfragestunde zu Wort gemeldet und sich gegen die Pläne gewandt. Der Ausschuss hatte das Thema bereits zum dritten Mal auf seiner Tagesordnung. Im März des vergangenen Jahres hatte Lorenzen einen Entwurf für 14 Wohnungen vorgelegt. Nach Anwohnerprotesten reduzierte er auf zehn Wohnungen. Über diesen Entwurf beriet der Ausschuss erstmals in diesem Sommer – und vertagte sich, weil die Fraktionen die Sache noch einmal intern besprechen wollten. Jetzt legte die Verwaltung den Plan noch einmal zur Abstimmung vor.

„Wir sind der Meinung, dass es richtig ist, innerstädtisch zu verdichten, anstatt immer nur auf der grünen Wiese zu bauen“, sagte Bürgermeister Arthur Christiansen. Anwohnerin Bärbel Mitransky zeigte sich entsetzt: „Es ist fast der gleiche Entwurf wie vor einem Jahr – nur dass es statt zwölf Wohnungen jetzt zehn sind.“ Ihre Kritik stieß auf offene Ohren. „Es ist eine sensible Fläche“, sagte der Ausschussvorsitzende Klaus Bosholm (SPD). Grundsätzlich sei gegen die Bebauung des Grundstücks mitten in der Stadt aber nichts einzuwenden. „Drei Doppelhäuser wären okay“, meinte er.

Unter dieser Maßgabe kann Lorenzen nun einen neuen Entwurf vorlegen. Das Thema wird den Ausschuss vermutlich weiter beschäftigen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen