Broschüre für Urlauber : Barrierefrei durch Schleswig

Sind überzeugt davon, dass es großen Bedarf gibt für eine Infobroschüre „Mehr Barrierefreiheit für Schleswig“: OFS-Geschäftsführer Max Triphaus, Projektleiterin Marie-Sophie Krabbenhöft mit dem Seniorenbeiratsvorsitzenden Hans-Uwe Stern.
Sind überzeugt davon, dass es großen Bedarf gibt für eine Infobroschüre „Mehr Barrierefreiheit für Schleswig“: OFS-Geschäftsführer Max Triphaus, Projektleiterin Marie-Sophie Krabbenhöft mit dem Seniorenbeiratsvorsitzenden Hans-Uwe Stern.

Ostseefjord Schlei GmbH, Seniorenbeirat und Rotary-Club erarbeiten eine Broschüre für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte.

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12. Dezember 2017, 12:14 Uhr

Was Kappeln schon hat, soll Schleswig jetzt auch bekommen: eine Broschüre für barrierefreien Urlaub. Bis Ostern 2018 will die Ostseefjord Schlei GmbH (OFS) in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Stadt und dem Rotary-Club Schleswig den Flyer fertiggestellt und gedruckt haben. Denn: „Der Bedarf dafür ist da, und er wird immer größer“, wie OFS-Geschäftsführer Max Triphaus betont.

„Mach’ mal langsam – Zeit für Urlaub ohne Barrieren in Kappeln“: So heißt die erste Broschüre, die in diesem Jahr am anderen Ende der Schlei veröffentlicht wurde. Die Reaktionen darauf waren so positiv, dass die OFS nun in Schleswig nachlegen möchte. „In Kappeln sind damals die Werkstätten und der Rotary-Club auf uns zugekommen. Diesmal war es andersrum. Jetzt haben wir den Kontakt zum Seniorenbeirat und dem Schleswiger Rotary-Club gesucht“, sagt Triphaus. Mit Hans-Uwe Stern hatte er dabei den perfekten Ansprechpartner. Denn einerseits ist er Vorsitzender des Seniorenbeirates, andererseits aber auch Mitglied in dem Service-Club. „Ich hatte sofort ein offenes Ohr und war neugierig. Und als ich dann die Kappelner Broschüre gesehen habe, war ich gleich davon überzeugt, dass wir so etwas in Schleswig auch brauchen“, sagt Stern. Genau diese Begeisterung war dann auch wohl der Grund dafür, dass die Schleswiger Rotarier nun die Kosten für den Druck der Flyer übernehmen. „Ich konnte meine Freunde im Club zum Glück davon überzeugen, dass es Sinn macht, dieses Projekt zu unterstützen“, sagt Stern.

In besagter Kappelner Broschüre findet man unter anderem eine Auflistung von Hotels und Ferienwohnungen, aber auch Restaurants und Cafés, die barrierefrei sind. Zudem gibt es einen Stadtplan mit entsprechenden Hinweisen. Auch Ausflugstipps in Kappeln und Umgebung, die etwa für Gehbehinderte gut geeignet sind, werden aufgelistet. Ebenso gibt es Hinweise zu Bussen oder Taxi-Unternehmen, die Rollstuhlfahrer mitnehmen können.

Um all diese – und noch viel mehr – Informationen auch für Schleswig zusammenzutragen, werden nun einerseits die Mitglieder des Seniorenbeirates mit eingebunden. Andererseits hat die OFS mehr als 130 Übernachtungsbetriebe aus der Stadt und Umgebung angeschrieben, um herauszufinden, wo gehbehinderte Urlauber am besten untergebracht sind. „Es handelt sich um eine Zielgruppe, die stetig wächst und die zudem gerne in der Nebensaison verreist. Deswegen ist Barrierefreiheit für uns ein wichtiges Thema, das wir leider bislang etwas vernachlässigt haben“, gibt Triphaus zu. Umso wichtiger sei es, die vorhandenen Angebote zu bündeln, um genau dieses Klientel zu bedienen, fügt Marie-Sophie Krabbenhöft, Projektleiterin bei der OFS, an.

Zunächst möchten sich die drei Partner dabei auf Angebote und Infos für Rollstuhlfahrer, Menschen, die Rollatoren nutzen, und andere Gehbehinderte richten. Später aber könnte es durchaus weitere Broschüren etwa für Hör- oder Sehbehinderte geben, sagt Krabbenhöft. Aber egal, um welche Barrieren es geht, „wichtig ist auch, dass wir das Thema insgesamt mit diesem Projekt wieder aufs Tableau heben und auf diese Art und Weise dem einen oder anderen die Augen öffnen“, sagt Max Triphaus. Das würde am Ende nicht nur den Touristen helfen, sondern auch den Einheimischen.

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