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Benefizkonzert der Rotarier : Barock, Blechklänge und klassische Weihnachtslieder

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Beim Konzert des Marinemusikkorps im St.-Petri Dom wurden besinnliche Klänge angeschlagen.

Beim letzten Besuch hatte das Marinemusikkorps Ostsee aus Kiel unter der bewährten Leitung von Fregattenkapitän Friedrich Szepansky ein echt tierisches und vergnügliches Programm präsentiert. Dieses Mal gaben sich die Damen und Herren in der Uniform im St.-Petri-Dom passend zur Adventszeit festlich und besinnlich. Es war auch ein Konzert zu Gunsten der Kinder- und Jugendarbeit in der hiesigen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, welches der Rotary-Club Schleswig initiiert hatte.

Der ausgiebige erste Teil gestaltete sich barock, hauptsächlich mit Werken von Georg Friedrich Händel und Guiseppe Torelli. In einer ungewohnten Bläserfassung erklang Händels mit drei Solisten besetzte und großartig interpretierte Concerto grosso „Das Alexanderfest“, und dazwischen das dreisätzige Trompetenkonzert von Torelli. Das Außergewöhnliche an den Bläserfassungen war hierbei der geschmeidige Klang der Holzbläser, insbesondere der Saxophone, die dem Gesamtklang etwas Orgelartiges verliehen. Zusammen mit Domorganist Rainer Selle spielte das Musikkorps Händels umfangreiches Orgelkonzert F-Dur op. 4 Nr. 4 HWV 292. Hier war das Zusammenspiel aus akustischen Gründen schwierig, da die beiden Klangkörper relativ weit entfernt voneinander spielten. Deshalb mischten sich insbesondere auf den hinteren Sitzplätzen die Harmonien auch in der Kirchensonate C-Dur KV 329 (317a) von Wolfgang Amadeus Mozart im zweiten Teil nur bedingt. In seiner Moderation zwischen den Stücken fand Szepansky besinnliche wie nachdenkliche Worte zum Advent und zu Weihnachten.

Nach einer volltönigen, mit edlen Blechklängen verschönerten Bearbeitung von „Londonderry Air“ und einem ebenso voll besetzten, etwas melancholisch geprägten „Lied ohne Worte“ von Rolf Rudin kam bald das zahlreich erschienene Publikum voll auf seine Kosten, da im gemütlichen Abschnitt „klassische“ Weihnachtslieder folgten. Es hörte warmherzige Bläserbearbeitungen von „Fröhliche Weihnacht“, „Am Weihnachtsbaume“ oder auch „Süßer die Glocken nie klingen“. Zum Schluss durften die Zuhörer bei „Macht hoch die Tür“ sogar noch mitsingen, ehe sie mit einem Gute-Nacht-Lied nach Hause geschickt wurden. Weihnachten kann nun kommen.





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