Quartier an den Königswiesen : Bald kommen die ersten Mieter

Große Glasfronten zeichnen die Gebäude aus.  Fotos: ac
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Große Glasfronten zeichnen die Gebäude aus. Fotos: ac

Wohnungen mit gehobenem Standard: Im Herbst soll das erste Gebäude bezugsfertig sein.

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04. August 2018, 07:00 Uhr

Allmählich verschwindet das Gerüst, kommen die großen Glasfronten und der sandsteinfarbene Klinker zum Vorschein. Ende Oktober soll auf Schleswigs größter Baustelle der erste von sieben Blocks bezugsfertig sein. Dann werden die ersten Mieter im neuen Quartier an den Königswiesen einziehen – und von ihren Wohnungen aus einen exklusiven Blick auf die Schlei genießen können. „Ich finde, das ist eine Glanzzeit“, sagt Investorin Sybille Schmid-Sindram über die Dauer der Bauarbeiten, die vor ziemlich genau zwei Jahren begannen. Die Geschäftsführerin der Firma Waterkant-Immobilien investiert mehr als 50 Millionen Euro in „meine kleine Stadt“, wie sie ihr Projekt mit 128 Mietwohnungen und einem Dienstleistungszentrum liebevoll nennt.

Es sind helle Räume, die die Mieter in Bauabschnitt „C“, dem bald fertigen Gebäude unmittelbar neben dem schon seit einigen Jahren bestehenden „Zwei-Grad-Haus“, erwarten. Die großen Fenster lassen viel Licht einfallen in die Wohnungen, die mit sogenannten Designböden und Fliesen versehen sind und über eine hochwertige Ausstattung verfügen. Von der modernen Küchenzeile bis zu den Armaturen in Bad und Gäste-WC – „ich habe alles selber mit ausgesucht“, sagt Sybille Schmid-Sindram stolz.

Das Wohnen an den Königswiesen hat seinen Preis. Zwischen 12,50 und 14,50 Euro pro Quadratmeter kosten die Wohnungen – je nach Lage. Das Angebot reicht vom 34 Quadratmeter großen Ein-Zimmer-Appartment bis hin zur 141 Quadratmeter großen Mehrzimmer-Wohnung.

Mietverträge hätten bislang überwiegend ältere Paare unterzeichnet, berichtet Schmid-Sindram. Leute, die ihre Häuser verkaufen, um in Schlei-Nähe ihren Ruhestand zu genießen.

Auf der riesigen Baustelle herrscht reges Treiben. Rund 150 Handwerker sind täglich vor Ort. Die Parkflächen vor den Baukörpern sind teilweise schon gepflastert. Der Zeitplan ist straff. Bis Ende des Jahres sollen auch die beiden anderen zur Schlei hin auffächernden Gebäude fertig sein. Im Februar folgt dann das neben der Brauerei gelegene „Ärztehaus“, das über etwa 1000 Quadratmeter Nutzfläche verfügt und in das die Krankenkasse Barmer, das Kosmetikstudio des Ärzte-Ehepaares Deimling sowie die Zahnarztpraxis Dr. Christian Hansen & Kollegen einziehen werden. Eine Fläche ist in dem Gebäude nach Angaben von Schmid-Sindram noch zu haben. Im April schließlich sollen die verbliebenen drei kleineren Blocks im westlichen Bereich fertiggestellt sein.

Das Wohnquartier wird Schleswig nicht nur aufgrund der zusätzlichen Einwohner verändern, sondern auch wegen der Architektur der Gebäude, für die Paul Sindram, der Sohn der Bauherrin, verantwortlich zeichnet. Eine Architektur, auf die man sonst eigentlich eher in Großstädten treffe, wie Sybille Schmid-Sindram sagt. „Das ist schon etwas Außergewöhnliches.“

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