Schleiuferpromenade : Bald grenzüberschreitende Galerie auf dem Wasser?

Schüler-Kunstprojekt könnte für Kulturabkommen Sønderjylland-Schleswig geeignet sein

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02. März 2013, 09:31 Uhr

Schleswig | In diesem Sommer wird es nichts. Aber vielleicht im nächsten? Ob dann erneut eine fröhlich-bunte Fantasie-Welt vor Schleswigs Uferpromenade wie aus dem Nichts auftaucht? Die Galerie auf dem Wasser ist ein geliebtes Kind der Stadt. Wenn erst die schwimmenden Figuren installiert sind und auf den Wellen der Schlei hin und her schaukeln, ziehen sie die Blicke auf sich. Vielleicht könnte jetzt die Schleswiger Galerie mit der Schülerkunst sogar zum "Export-Schlager" werden. Denn dank der neuen Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig sollen weitere gemeinsame Projekte zwischen deutschen und dänischen Partnern in der Grenzregion auf den Weg gebracht werden - dazu könnte auch die Galerie auf dem Wasser gehören.

Die sechs Objekte, die im vergangenen Jahr von Lornsenschülern im Kunstunterricht erschaffen wurden, hatten von Mai bis September die Uferpromenade geschmückt (nur das "blaue Schaf" war zeitweise auf Abwegen). Wochenlang hatten die Abiturienten an ihren Kunstwerken gearbeitet. Und dieser Zeitaufwand sei der Grund, weshalb die Galerie im Rahmen eines Kunstunterrichts höchstens alle drei Jahre stattfinden könne, meinen die Projektleiter Holger Sagunski und Markus Pabst. Wenn es aber nach den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses ginge, würde die schwimmende Galerie im Abstand von zwei Jahren realisiert werden - dann vielleicht von wechselnden Schulen, um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Deshalb sollen nun alle Schleswiger Schulen gefragt werden, ob sie bei der Wasser-Galerie mitmachen möchten.

Holger Sagunski betont, es sei ihnen bei dem Kunstprojekt im 13. Jahrgang darauf angekommen, dass die Schüler von Anfang bis Ende alles in eigener Regie regeln mussten. Nämlich von der Konzeption und der handwerklichen Ausarbeitung bis hin zur Finanzierung. Sogar die Suche nach Sponsoren hatten sie selbst zu erledigen.

Neue Impulse und vielleicht auch eine zusätzliche Finanzspritze könnte die Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig mit sich bringen. Dr. Matthias Schartl, Direktor der Kulturstiftung Schleswig-Flensburg, verweist darauf, dass das mit dem Etat von 1,8 Millionen Euro ausgestattete Kulturabkommen, zu deren kommunalen Partnern auch der Kreis Schleswig-Flensburg gehört, im April unterzeichnet werden soll. "Wenn es dann beispielsweise in Schleswig Initiatoren für die Galerie auf dem Wasser gibt und sie dazu einen dänischen Partner finden, dann könnte es auch für sie mit einem Zuschuss klappen."

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