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Nach Unfall und offenen Schranken : Bahnübergang in Tarp: Bahn sieht keinen Handlungsbedarf

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Tarps Bürgermeister fordert mehr Sicherheit am Bahnübergang – vergeblich.

Tarp | Zwei schwer verletzte Menschen, Beinahe-Unfälle, Schranken, die offenbar nicht ordnungsgemäß schließen – in Tarp reißt die Diskussion über die Vorfälle am zentral und viel genutzten Bahnübergang nicht ab. Angesichts der „äußerst gefährlichen“ Situation haben sich nun Bürgermeister Peter Hopfstock und das Amt Oeversee an die Bahn gewandt und eine Beseitigung der Gefahrenstelle gefordert.

Die Antwort des Unternehmens allerdings fiel ernüchternd aus. Die Deutsche Bahn ließ die besorgten Kommunalpolitiker wissen, dass sie alles Nötige getan habe, um ein sicheres Überqueren des Bahnüberganges zu gewährleisten. Es bestehe kein weiterer Handlungsbedarf.

Ein Zugeständnis gab es allerdings doch: Die Bahn sagte nach Informationen der Amtsverwaltung zu, dass die Schranken am Bahnübergang künftig sofort geschlossen werden, sobald ein Zug die vorgegebenen Meldepunkte verlassen hat. Das sei ein Schritt hin zu mehr Sicherheit, wenn die Schranken künftig zuverlässig funktionieren.

Vom Tisch seien die Probleme in Tarp deshalb aber noch längst nicht., heißt es in einer Mitteilung. Deshalb bitten Bürgermeister und Amtsverwaltung dringend um noch höhere Aufmerksamkeit beim Überqueren der Bahnübergänge im Ort. Die Neuregelung führe aber mit Sicherheit zu wesentlich längeren Schließzeiten für die Schranken – und damit auch zu langen Wartezeiten für Fußgänger, Fahrradfahrer und Autos.

Das Amt Oeversee und die Gemeinde Tarp haben sich vor diesem Hintergrund entschlossen, für den Autoverkehr eine Umleitung über Dorfstraße, Flensburger Straße und Industriestraße auszuschildern. Zur Vermeidung langer Wartezeiten wird empfohlen, auf diese Umleitung auszuweichen. Rückstaus in die Dorfstraße/Stapelholmer Weg beziehungsweise in die Wanderuper Straße sollen so vermieden werden. Fußgänger und Fahrradfahrer werden gebeten, entsprechend längere Verweilzeiten vor geschlossenen Schranken einzuplanen.

Was den Schülerverkehr betrifft, so empfiehlt die Gemeinde die Bildung von Fahrgemeinschaften durch die Eltern, um die Schüler sicher und pünktlich über die Umleitung zur Schule zu bringen.

Der Omnibusbetrieb Gorzelniaski richtet demnach ab sofort eine Umleitung auf der Linie 1550 ein. Diese verläuft über die Straße Wiekier Acker / Schellenpark in beide Richtungen. Es werden dennoch alle Haltestellen bedient. Mit Verspätungen ist trotzdem zu rechnen.

Laut Informationen der Deutschen Bahn sollen die Gleisbauarbeiten am 8. Dezember abgeschlossen sein. Das Amt wird auf www.amt-oeversee.de über den Stand der Arbeiten informieren.


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erstellt am 27.Nov.2015 | 19:00 Uhr

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