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Schulen in Schleswig : Baggern, pflastern, malen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Hang auf dem Gallberg-Schulgelände wird für 141 000 Euro saniert. Auch an den anderen Schulen der Stadt regieren die Bauhandwerker.

Bevor der Hang auf dem oberen Gelände der Gallbergschule möglicherweise ins Rutschen gekommen wäre – wird er nun rechtzeitig gesichert. Und ebenfalls von Grund auf saniert, planiert und gepflastert. Baggerfahrer sind dort gerade dabei, ihre Kollegen von der Bautruppe mit ständigem Nachschub von Erd- und Sandmaterial zu versorgen, damit das von ihnen per Hand und Schaufel an die richtigen Stellen platziert werden kann. Denn am Ende zählt, was die Wasserwaage aussagt. Schließlich soll die neue Pflasterung eine perfekte Ebene ergeben – ohne irgendwelche Stolperfallen.

„Als Muster für ihr neues Pflaster haben sich die Gallbergschüler Spiel- und Hüpffelder gewünscht“, erklärt Rathaus-Sprecherin Antje Wendt. Und die bekommen sie jetzt auch. 141 000 Euro nimmt die Stadt in die Hand, um während der Sommerferien den brüchigen Schulhofpart auf dem Areal zu sanieren. Dabei werden auch Grundleitungen und Lichtschächte mit erneuert.

Sanierungsarbeiten finden nicht nur an der Gallbergschule statt. Gleichzeitig hat die Stadt als Schulträgerin auch Bauaufträge für die meisten anderen Schulen vergeben. „Normalerweise werden für jedes Jahr Bauunterhaltungs- und Brandschutzmaßnahmen an den Schulen eingeplant“, sagt Wendt. Nur das vergangene Jahr wurde ausgesetzt, weil das Geld für den Abriss des Stadttheaters vorgehalten werden musste.

Komplett eingerüstet ist derzeit auch die Südfassade der Lornsenschule. Dabei betont das Gerüst noch die stattliche Architektur des 1908 gebauten Gymnasiums. Sämtliche Fenster sollen nun einen neuen Farbanstrich erhalten. Da haben die Maler einiges zu tun: nämlich gezählte 36 große Flügelfenster, zwölf Fenster im Sockelgeschoss, acht kleine Fenster im Dachgeschoss und schließlich noch das große Fenster über dem Hauptportal. Aber auch die große Eingangstür des Gymnasiums, die durch ihre besondere Form dem Gebäude das Charakteristische verleiht, wird neu angestrichen.

Einige hundert Meter weiter regieren ebenfalls die Bauhandwerker – und zwar im alten Fachtrakt der Domschule. Von der Schulentwicklung her ergebe sich langfristig eine Vierzügigkeit am G9-Gymnasium Domschule, sagt Antje Wendt. So werden die bereits leer geräumten alten Fachräume aus den 1970er Jahren jetzt umgebaut zu Klassenräumen. Fertigstellung: Ende des Jahres. Von 2011 bis 2014 werden insgesamt 3,9 Millionen Euro in die Domschule investiert, davon tragen Bund und Land 1,45 Millionen Euro.

Ein paar Nummern kleiner fallen die Sanierungsarbeiten an den anderen Schulen aus. An der Bruno-Lorenzen-Gemeinschaftsschule werden während der Sommerferien sechs Klassenräume saniert, auch unter dem Gesichtspunkt der Lärmreduzierung. Und: Das alte Parkett in der Aula, die 1956 angebaut worden ist, wird komplett gegen ein neues ausgetauscht. Die Dannewerk-Gemeinschaftsschule bekommt neue Toiletten. Die WC-Anlagen bestehen aus acht Mädchen- und vier Jungstoiletten.

Und das passiert an den Grundschulen: An der St. Jürgen-Schule wird der Schulhof erneuert. Was die Gestaltung ihres Schulhofs anbelangt, hatten auch hier die Schüler ein Wörtchen mitzureden. Was sie auch taten. Ein achtjähriger Abgesandter kam dazu vor einigen Monaten selbst in den Bauausschuss und erläuterte dort die Vorstellungen der Mitschüler. Die Kosten für den Schulhof-Umbau betragen 107 000 Euro. Da wäre noch die Schule Nord: Sie bekommt einen Computerraum.

 

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erstellt am 05.Aug.2014 | 07:44 Uhr

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