Schleswig : Baby-Boom am Neujahrstag

Stolze Familie: Sergej Sudheimer präsentiert seinen kleinen Sohn Paul – und die zweijährige Lucy freut sich, dass sie einen Bruder bekommen hat. Mutter Natalija fühlte sich noch nicht fit genug für den Fototermin.
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Stolze Familie: Sergej Sudheimer präsentiert seinen kleinen Sohn Paul – und die zweijährige Lucy freut sich, dass sie einen Bruder bekommen hat. Mutter Natalija fühlte sich noch nicht fit genug für den Fototermin.

Gleich drei Kinder erblickten gestern im Schleswiger Krankenhaus das Licht der Welt.

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02. Januar 2018, 07:00 Uhr

Alma war die Schnellste. Um 3.33 Uhr kam die Tochter syrischer Eltern per Kaiserschnitt auf die Welt – 3060 Gramm schwer, 50 Zentimeter groß. Damit stand gestern Morgen frühzeitig fest, dass es diesmal kein langes Warten auf das Neujahrsbaby im Schleswiger Helios-Krankenhaus geben würde. Im Gegenteil: Noch zwei weitere Neugeborene sollten im Tagesverlauf folgen.

Eine gute Stunde später, um 4.45 Uhr, wurde der kleine Paul geboren. Er misst 53 Zentimeter und wog bei der Geburt genau 4000 Gramm. Um 10.41 Uhr komplettierte schließlich Luca (3520 Gramm, 52 Zentimeter) die Riege der Neujahrsbabys.

Gleich drei Geburten an einem Neujahrstag – „solange ich hier bin, gab es das noch nicht“, sagt Annegret Lund. Und die erfahrene Hebamme arbeitet immerhin schon seit zwölf Jahren im Schleswiger Krankenhaus. „Meine Kollegin, die Dienst hatte, war ganz schön geschafft. Die schläft jetzt erstmal“, berichtete Lund gestern Nachmittag.

Mit dem erfolgreichen Start ins Jahr 2018 setzt sich für die Geburtshilfestation der positive Trend fort. Im abgelaufenen Jahr hat das Schleswiger Krankenhaus einen neuen Geburtenrekord verzeichnet. 671 Babys erblickten in dem Gebäude an der St. Jürgener Straße das Licht der Welt. 2016 gab es 516 Geburten. „Seit dem Umzug in das neue Krankenhaus erleben wir eine deutliche Nachfragesteigerung in der Geburtsklinik. Das merken wir nicht zuletzt an den stetig sehr gut besuchten Kreißsaalführungen, die wir monatlich anbieten“, sagt Helios-Sprecherin Andrea Schumann. „Die individuelle und familiäre Betreuung in Verbindung mit den neuen freundlichen Räumlichkeiten“ trügen entscheidend dazu bei, dass sich werdende Eltern vermehrt für die Schleswiger Klinik entschieden.

In den Monaten Juni, August und Oktober kamen mit jeweils über 70 die meisten Kinder zur Welt. Die Jungen hatten dabei 2017 die Nase ganz leicht vorn. Die beliebtesten Mädchennamen waren Mila, Mira und Leni. Bei den Jungen wurden Paul, Mattis und Felix am häufigsten gezählt. Der kleine Fiete war übrigens am Mittag des Silvestertages die Nummer 671 der Statistik.

Während die Mutter der kleinen Alma nach dem Kaiserschnitt noch ziemlich erschöpft war, durfte Paul gestern bereits mit seinen Eltern Natalija (30) und Sergej Sudheimer (32) sowie Schwester Lucy (2) nach Hause fahren. Die Familie wohnt in Harrislee. Warum sie sich für das Schleswiger Krankenhaus entschieden haben? „Meine Frau wollte gerne hierher“, sagt Sergej Sudheimer.

Der errechnete Stichtag für Paul war eigentlich der 10. Januar. Doch nach dem Essen und ein bisschen Feuerwerk am Silvesterabend hätten bei seiner Frau die Wehen eingesetzt. „Dann haben wir Lucy bei Freunden gelassen und sind ins Krankenhaus gefahren“, so Sudheimer. Bei der Geburt konnte der Vater allerdings nicht dabei sein. „Meine Frau stand kurz vorm Kaiserschnitt und lag bereits im Operationssaal.“ Glücklicherweise sei Paul dann aber doch noch auf natürliche Weise auf die Welt gekommen. „Ich bin glücklich und müde – und jetzt geht’s ab nach Hause“, verabschiedete sich Sergej Sudheimer.

Die Klinikleitung ist verständlicherweise zufrieden mit der Entwicklung. „Es ist schön zu sehen, dass uns so viele schwangere Frauen vertrauen“, sagt Geschäftsführer John Friedrich Näthke. „Die hohen Geburtenzahlen sind ein großes Lob für unsere Klinik und die interdisziplinäre Zusammenarbeit unserer Hebammen, Fachärzte und Pflegekräfte“, ergänzt Prof. Dirk Kieback, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Das im Juli 2016 in Betrieb genommene Krankenhaus hat drei Kreißsäle. Auf der Geburtsstation stehen sechs Zimmer zur Verfügung, die allesamt auch als sogenannte Familienzimmer genutzt werden können.

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