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Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 12:01 Uhr

Schleswig/Kappeln : Ausruhen am Schleiufer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ostseefjord Schlei GmbH will in der Region bis zu zwölf sogenannte „Netzausleger“ als Sitzmöbel aufstellen – einen davon auch in Schleswig.

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 07:56 Uhr

Ein Sitzmöbel, das symbolisch für die gesamte Schleiregion stehen soll: Das verbirgt sich hinter den sogenannten „Netzauslegern“, die auf Initiative der Ostseefjord Schlei GmbH (OFS) künftig in mehreren Städten und Gemeinden entlang des rund 42 Kilometer langen Meeresarmes aufgebaut werden sollen. Bereits Anfang Oktober gab es dafür aus Kappeln – wenn auch mit leichten Einschränkungen – grünes Licht. Jetzt haben sich auch die Mitglieder des Schleswiger Kultur- und Tourismusausschusses für eine entsprechende Anschaffung ausgesprochen.

Dass man bislang selbst bei der OFS noch gar nicht weiß, wie diese „Netzausleger“ konkret aussehen werden, störte die Politiker dabei weniger. Denn allein die Richtung, in die es optisch gehen soll, kam bei ihnen gut an. So soll die Möblierung an einen Bugmast großer Segelschiffe erinnern, unter dem ein Netz angebracht wird, auf dem man verweilen und entspannen kann. Das ist das Ergebnis eines Workshops der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash), an dem kürzlich mehrere Vertreter der OFS teilnahmen. Denn die beteiligt sich an der neuen landesweiten Marketing-Kampagne der Tash, die unter dem Titel „Glückswachstumsgebiet“ läuft. Diese wiederum wolle man mit der eigenen „Langsamzeit“-Strategie verbinden. „Zu beiden passen Sitzmöbel, auf denen man richtig entspannen kann, doch perfekt“, erklärte OFS-Geschäftsführer Max Triphaus den Ausschussmitgliedern. „Wenn sich die ,Netzausleger’ später an der gesamten Schlei wiederfinden, wäre das modellhaft für das ganze Land.“

Auf rund 11  000 Euro pro Stück schätzt die OFS die Kosten. Die Summe soll allerdings nicht zu 100 Prozent von den beteiligten Kommunen übernommen werden. Vielmehr erhofft man sich, dass die Aktiv-Region Schlei-Ostsee das Projekt als förderwürdig ansieht. Dann könnten 55 Prozent der Möblierungskosten (diese liegen netto bei 10  000 Euro) und 100 Prozent der Koordinierungskosten (rund 1000 Euro) durch EU-Gelder finanziert werden. „Wir haben die Idee schon bei der Aktiv-Region vorgestellt und entsprechende Förderanträge eingereicht. Vielleicht bekommen wir schon im November einen positiven Bescheid“, hofft OFS-Projektleiterin Imke Gessinger.

Wäre dies der Fall, bliebe für die Stadt ein Eigenanteil von rund 5000 Euro übrig. Eine Summe, mit der sämtliche Ausschussmitglieder leben konnten. „Wir stimmen dem Projekt zu. Aber mehr Geld darf es nicht werden“, erklärte Stephan Dose von der SPD. Da dem auch die anderen Fraktionen zustimmten, wurde am Ende eine Deckelung der Kosten beschlossen. In Kappeln hingegen hatten die Ausschussmitglieder nur unter der Bedingung ihr Einverständnis gegeben, dass ihnen die optische Umsetzung der Möbelstücke gefällt.

Die allerdings steht noch nicht fest. Zwar hat die OFS bereits einige Entwürfe von verschiedenen Architekten erhalten. Richtig zufrieden war man damit bislang aber nicht. Deshalb soll noch in diesem Jahr ein Wettbewerb angestoßen werden, um zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. Eine der Vorgaben: Die Anschaffungssumme von 10  000 Euro pro Stück darf nicht überschritten werden. „Wir sind gerade dabei, die Ausschreibung vorzubereiten. Wenn alles gut geht, hoffen wir, dass die ,Netzausleger’ schon im Laufe des nächsten Jahres installiert werden können“, so Imke Gessinger.

Insgesamt hat die OFS 26 potenzielle Standorte in 18 Gemeinden und zwei Städten entlang der Schlei ins Auge gefasst. Am Ende, so hofft man, könnten bis zu zwölf „Netzausleger“ gebaut und aufgestellt werden. Neben Schleswig und Kappeln sind dabei unter anderem die Gemeinden Boren, Fahrdorf (offizieller Projektträger ist das Amt Haddeby) und Kosel im Gespräch. Auch eine Privatperson hat bereits Interesse an einer Unterstützung signalisiert. Möglicher Standort in Schleswig könnte laut ersten Überlegungen die Grünfläche zwischen der Strandhalle und dem kleinen Pavillon an der Schleistraße sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

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