zur Navigation springen

Kropp : Auseinandersetzung in Asylbewerberunterkunft

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Polizei wird zu vermeintlicher Massenschlägerei gerufen und nimmt letztlich zwei betrunkene Streithähne in Gewahrsam.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 19:08 Uhr

Zwei betrunkene junge Männer sind in der Nacht zu Mittwoch in einer Kropper Unterkunft für Asylbewerber aneinander geraten. Nachdem ein Hilferuf eingegangen war, dass dort eine Massenschlägerei im Gange sei, waren zehn Beamte mit fünf Streifenwagen in die ehemalige Unterbringung des Fachkrankenhauses geeilt, in dem die Gemeinde Kropp Flüchtlinge aus dem arabischen Raum unterbringt. Als die Beamten dort eintrafen, sei jedoch keine Schlägerei oder Ähnliches festzustellen gewesen, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei, und weiter: „Lediglich ein Mann albanischer Herkunft und ein irakischer Staatsbürger provozierten sich fortlaufend“.

Die beiden 25-jährigen Männer sollen sich nach Angaben von Franziska Jurga, Sprecherin der Polizeidirektion Flensburg, gegenseitig beschimpft und geschlagen haben, während weitere Männer um sie herumstanden. Verletzt wurde dabei niemand. Die beiden Streithähne wurden über Nacht in Polizeigewahrsam in Schleswig genommen, und konnten gestern, nachdem sie ausgenüchtert waren, wieder entlassen werden. Gegen sie liegen Anzeigen wegen Körperverletzung vor. Der Grund für die Auseinandersetzung sei bisher unbekannt, so Jurga. Eine noch zu terminierende Anhörung der Männer durch die Kriminalpolizei Schleswig mithilfe eines Dolmetscher soll darüber Aufschluss geben.

40 Flüchtlinge, ausschließlich alleinreisende Männer zwischen 18 und 40 Jahren unter anderem aus Syrien, Afghanistan und dem Kosovo, wohnen seit über einem dreiviertel Jahr in der Unterkunft. Die Männer sind in Einzelzimmern untergebracht.

Ein Sicherheitsdienst kontrolliert stichprobenartig, dass Hausregeln wie unter anderem die Nachtruhe eingehalten werden. Seit dem nächtlichen Vorfall ist offenbar wieder Ruhe in der Unterkunft eingekehrt. Ihm seien keine weiteren Vorkommnisse zu Ohren gekommen, sagt Bürgermeister Stefan Ploog.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen