Brodersby und Goltoft : Aus zwei Gemeinden wird eine

Goltofts Bürgermeisterin Carmen Marxsen (rechts) und Brodersbys Bürgermeister Bernd Blohm unterzeichnen den Gebietsänderungsvertrag im Trauzimmer des Amtes Südangeln, dahinter: Mitglieder ihrer beiden Gemeindevertretungen.
Goltofts Bürgermeisterin Carmen Marxsen (rechts) und Brodersbys Bürgermeister Bernd Blohm unterzeichnen den Gebietsänderungsvertrag im Trauzimmer des Amtes Südangeln, dahinter: Mitglieder ihrer beiden Gemeindevertretungen.

Die Verträge sind gemacht: Ab dem 1. März 2018 gehört Goltoft offiziell zur Gemeinde Brodersby.

shz.de von
15. September 2017, 17:54 Uhr

Sinnigerweise im Trauzimmer des Amtes Südangeln unterzeichneten die Vertreter der Gemeinden Brodersby und Goltoft den Gebietsänderungsvertrag, der die Fusion ihrer Gemeinden besiegelt. Dieser Prozess hatte bereits kurz nach der letzten Kommunalwahl begonnen, als sich herausstellte, dass es in beiden Gemeinden schwierig werden würde, genügend Interessenten für die Aufstellung von Wahllisten für die nächste Kommunalwahl zu bekommen. „Es wird immer schwieriger, Bürger für Gemeindepolitik zu begeistern“, blies Südangelns Amtsvorsteher Edgar Petersen in das gleiche Horn. Doch gab er der neuen Gemeinde Brodersby mit dann gut 700 Einwohnern gute Chancen dafür.

„Es ist von langer Hand geplant und wird deshalb auch Zukunft haben“, sagte Brodersbys Bürgermeister Bernd Blohm, bevor er mit seiner Goltofter Amtskollegin Carmen Marxsen die Dokumente unterzeichnete. Bereits jetzt laufe bei Vereinen und Feuerwehren der Prozess des Zusammenwachsens. Er dankte insbesondere Amtsdirektor Heiko Albert, der mit seinem Einsatz und Wissen diesem Prozess Struktur gegeben habe.

Die Vereinigung erfolgt offiziell am 1. März 2018. Ab diesem Zeitpunkt verlieren die beiden Gemeindevertretungen und alle daran angebundenen Ehrenamtsträger ihren Status. Bis zur Kommunalwahl im Mai wird die neue Gemeinde von Beauftragten geleitet, die die Aufgaben von Bürgermeister und Gemeindevertretung übernehmen. Voraussichtlich werden das Amtswehrführer Klaus Uck aus Goltoft und Pastorin Dörte Boysen aus Brodersby sein.

„Ihre erste Aufgabe wird die Verabschiedung einer Hauptsatzung sein“, verriet der Amtsdirektor. Dazu hätten bereits Gespräche stattgefunden. Vorgesehen seien drei Ausschüsse für Finanzen, Bau sowie Jugend, Kultur und Touristik. Ebenso werde eine Entschädigungssatzung verabschiedet, zu der das Amt Südangeln eine Mustersatzung erarbeite. Für die zwei Fusionsgemeinden werde es keinen separaten Haushalt 2018 geben. Das Amt lege für 2018 bereits einen gemeinsamen Haushalt vor, so Albert.

Um die Besetzung der neun Gemeindevertreterplätze in der neuen Gemeinde zu sichern, lädt die Arbeitsgemeinschaft „Fusion“ zu einem Informationsabend am Donnerstag, 9. November, um 19.30 Uhr in das Fährhaus Missunde ein. Dort soll über die politische Zukunft der neuen Gemeinde gesprochen werden. Geplant ist eine große Wählergemeinschaft aus beiden Fusionsgemeinden. Diese soll am 1. März gegründet werden. Insgesamt 30 Aktive müssen dafür gefunden werden. Die aktuellen Wählergemeinschaften haben dazu bereits den Weg freigemacht und sind bis dahin aufgelöst. Die CDU wird keine eigene Liste aufstellen.

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