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Dannewerk : Aus für Inline-Spaß auf dem Rollfeld?

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Gemeinde will Event auf Bundeswehr-Fluglatz am Himmelfahrtstag künftig nicht mehr organisieren / Teilnehmer fordern Fortsetzung

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 08:21 Uhr

Dannewerk | Seit 14 Jahren wird das Tor zum Bundeswehr-Flugplatz der "Immelmänner" am Ende des Ochsenweges in Dannewerk am Himmelfahrtstag zum Laufen, Fahren mit Inlinern oder Fahrrädern geöffnet. Mehr als 350 Teilnehmer aller Altersgruppen, darunter viele Familien aus Dannewerk und der Umgebung, fuhren, liefen oder rollerten auch diesmal den rund elf Kilometer langen Parcours auf der geteerten Ringstraße um den 600 Hektar umfassenden Flugplatz entlang.

Mit Blick auf die personelle Veränderung in der Gemeindevertretung und unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen durch die geplante Stationierung unbemannter Flugzeuge sei jedoch die Einstellung der traditionellen Veranstaltung angedacht, sagt Dannewerks Bürgermeister Herrmann Büll. "Die Organisation liegt in der Hand der Gemeinde. Man wird sehen."

Hoffnung, dass dies dennoch nicht der letzte Inlinerlauf auf dem Flugplatz am Himmelfahrtstag gewesen ist, gibt es vom stellvertretenden Kommodore Oberstleutnant Josef Ehrenreich des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann": "Wir sind offen dafür, diese Veranstaltung auch in die Zukunft zu führen", sagt dieser. Im Namen der "Immelmänner" bedankte sich Ehrenreich für das freundschaftliche Miteinander und für das entgegengebrachte Engagement, das für das Gelingen der traditionellen Veranstaltung sehr wichtig sei.

Zahlreiche Besucher zeigten sich über die Neuigkeit bestürzt und forderten eine Fortsetzung der Veranstaltung. "Dies hier dient der Verständigung zwischen Bundeswehr und Bürgern. Das kann man nicht einfach einstellen", meinte Dirk Lorenzen. "Tradition ist Tradition", so Norbert Knipp. Zum ersten Mal mit Begeisterung dabei war auch Jost Henningsen aus Schleswig "Das hat wirklich viel Spaß gebracht. Schade, dass diese Veranstaltung eingestellt werden soll. Da hab ich wohl zu spät begonnen."

Vor der sportlichen Herausforderung nutzten mehr als 100 Besucher den traditionellen Festgottesdienst unter freiem Himmel für eine besinnliche halbe Stunde. Unter den Gästen waren auch zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter des Kropper Diakoniewerkes. "Wo andere in den Himmel fahren, feiern wir Himmelfahrt", sagte Pastor Kai Hansen. Der gemischte Posaunenchor aus Haddeby und Kropp umrahmte das kurzweilige Miteinander mit magischen musikalischen Momenten. Mit dem Fürbitten-Gebet und dem Reise-Segen des Pastors und den guten Wünschen von Bürgermeister Büll im Gepäck ging es dann auf die "Buckelpiste" - berücksichtigt wurde auch die Warnung vor Schlaglöchern, die Tornado-Pilot Josef Ehrenreich allen Teilnehmern etwas besorgt mit auf dem Weg gab. "Wir haben aber genug Platz rechts und links der Schlaglöcher."

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