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Schleswig : Aus „Esch“ wird „Zanders Nordlicht“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Pächterwechsel beim Fischrestaurant am Stadthafen: Der neue Betreiber setzt auf eingespielte Mannschaft und bewährtes Konzept.

von
erstellt am 06.Jul.2017 | 09:40 Uhr

„Der Stadthafen steht und fällt mit der Gastronomie. Wenn die gut ist, läuft alles andere auch.“ Entsprechend zufrieden war Wolfgang Schoofs, Geschäftsführer der Stadtwerke, die den Hafen betreiben, als er jetzt mit Stephan Zander einen neuen Pächter für das Fisch-Bistro „Esch“ präsentieren konnte. Nachdem dessen Betreiber und Namensgeber Karl-Josef Esch kürzlich verstorben ist und seine Familie ein Weiterführen des Betriebes ausschloss, musste gehandelt werden. „Dabei war uns wichtig, dass das Restaurant in etwa so weitergeführt wird, wie es die vergangenen Jahre sehr erfolgreich gelaufen ist“, sagt Schoofs.

Damit ist er bei Zander auf offene Ohren gestoßen. Der 46-Jährige, der seit vielen Jahren einen Imbiss-Wagen betreibt, hatte bereits vor zwei Jahren Interesse an einer Niederlassung am Stadthafen signalisiert. Daran erinnerte sich Schoofs nun und nahm Kontakt auf. „Dann haben wir uns einmal getroffen und die Sache war entschieden. Das hat einfach gepasst“, sagt der Stadtwerke-Chef. Grund dafür sei einerseits der gute Ruf Zanders in der Region gewesen, andererseits aber auch dessen Interesse an einer Fortführung des erfolgreichen „Esch“-Konzeptes. Zudem hat Zander gleich erklärt, dass er sämtliches Personal, das bei seinem Vorgänger angestellt war, übernehmen wolle. Gesagt, getan. Die 18 Damen und Herren haben nun also einen neuen Chef.

Der hat bereits am 1. Juni das Ruder übernommen. „Das war ein schleichender Übergang“, sagt er. Denn dass alles so schnell über die Bühne gehen würde, damit habe auch er nicht gerechnet. „Ich hatte mit meinem Imbisswagen schon zahlreiche Veranstaltungen gebucht, die werde ich natürlich noch machen“, sagt Zander, der jedoch gleichzeitig ankündigt, in Zukunft sein Hauptaugenmerk auf das Bistro am Hafen legen zu wollen. Aber allen Stammkunden auf dem Weihnachtsmarkt sei gesagt: „Da werde ich natürlich weiterhin stehen, das ist für mich immer ein Highlight. Den meisten Veranstaltungen in Schleswig werde ich treu belieben.“

Auch in seinem Bistro wird es künftig übrigens seine beliebte Currywurst geben. Zudem will er, anders als bislang, Bier vom Fass anbieten. Ansonsten werde das Angebot wohl so bleiben, wie es ist. Nur der Name wird sich dabei ändern. Aus „Esch am Hafen“ wird „Zanders Nordlicht“. Ein neues Schild sowie neu bedruckte Karten und Kleidung für die Mitarbeiter seien schon bestellt.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind sicher, dass wir hier einen guten Partner gewinnen konnten“, unterstreicht Wolfgang Schoofs noch einmal. Auch die Familie von Karl-Josef Esch ist zufrieden mit der Nachfolgeregelung. „Für uns geht mit der Übergabe des Bistros ein Lebensabschnitt zu Ende. Unsere Eltern haben dies mit Herz aufgebaut und einen kleinen Traum verwirklicht“, sagt Sohn Friso Esch, der sich einerseits bei allen Partnern, Mitarbeitern und Kunden bedankt und gleichzeitig in Stephan Zander einen „sehr guten Nachfolger“ sieht.

„Esch am Hafen“ gibt es inzwischen seit 20 Jahren. Anfangs als kleinen Imbisswagen, später dann als Bistro, das sich im Laufe der Jahre zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische und Touristen entwickelt hat.

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