„Aufstallung ist Tierquälerei“

 Geehrt:  Julian Jöns (v.l.), Jasper Petersen, Walter Vollertsen und Morten Kell wurde für ihre Vereinstreue ausgezeichnet.
Geehrt: Julian Jöns (v.l.), Jasper Petersen, Walter Vollertsen und Morten Kell wurde für ihre Vereinstreue ausgezeichnet.

Harte Kritik auf der Jahresversammlung der Rassegeflügelzüchter

shz.de von
08. Februar 2017, 16:15 Uhr

Harte Worte richtete der Vorsitzender Walter Vollertsen bei der Jahresversammlung des Rassegeflügelzuchtvereins Süderbrarup an Landesregierung und Behörden. „Seit dem 8. November werden die Rasse- und Ziergeflügelzüchter nicht nur in unserem Verein durch behördliche Verordnungen zum Schutz vor der Vogelgrippe von der artgerechten Haltung ihrer Tiere abgehalten“, sagte er in seinem Jahresbericht. Gerade für Wasserziergeflügelzüchter sei dies eine nicht nachvollziehbare Anordnung. Diese Tiere hielten sich zu 90 Prozent des Tages auf dem Wasser auf. „Für sie ist eine Aufstallung Quälerei“, so Vollertsen. Da die Stallpflicht aber auf unbegrenzte Zeit verlängert wurde, konnte er seine Zuchtfreunde nur zum Durchhalten ermutigen.

Ansonsten war 2016 ein gutes Jahr für den Verein, wie aus Vollertsens Bericht hervorging: Der Verein gehört mit 115 Mitgliedern und 29 Jungzüchtern zu den größten in Schleswig-Holstein. 50 Mitglieder halten oder züchten selbst Tiere.

Bekannt ist der Verein durch seine Veranstaltungen. Auch in diesem Jahr wird ein Kleintiermarkt in der Angelnhalle stattfinden und zwar am 6. August. Am 11. und 12. November findet dort auch die Kreisschau Nordmark Ostküste zusammen mit der Vereinsschau und der Jugendschau statt.

Bei den Wahlen erhielten Rolf Gottwald als zweiter Vorsitzender, Gerhard Klotzsch als zweiter Kassierer sowie Veronika Gottwald als Schriftführerin das Vertrauen der Mitglieder. Mit Nadeln und Urkunden wurden Jasper Petersen und Morten Kell für zehnjährige Vereinstreue ausgezeichnet. Walter Vollertsen erhielt für 20 Jahre Mitgliedschaft die goldene Vereinsnadel. Die Landesjugendnadel in Silber (fünf Jahre) ging an Julian Jöns.

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